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Welttag der Sozialen Gerechtigkeit 2022

 Liebe Leserinnen, liebe Leser

Am Sonntag, dem 20. Februar 2022, ist:

Welttag der Sozialen Gerechtigkeit

Mein Kämpferherz schlägt für soziale Gerechtigkeit

Das Wort: soziale Gerechtigkeit klingt so schön, so überaus sozial und vor allen Dingen so gerecht! Aber was steckt denn tatsächlich hinter diesem Wort, dass alle Politiker so überaus gerne in den Mund nehmen. Wo Versprechungen aller Art gemacht werden und was kommt dann tatsächlich für Otto-Normal-Bürger, also Menschen wie Du und ich, unter dem Strich dabei heraus?

Unter soziologischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten bedeutet es:

Die Lebensbedingungen sowie die Chancen und Möglichkeiten sollen für alle Menschen in einer Gesellschaft annähernd gleich sein. Aus diesem Grund entbrennt sehr oft Streit, vor allem wenn es etwas zu verteilen gibt.

Dieser Tag soll an das Leitbild der sozialen Gerechtigkeit in Gemeinschaften erinnern.

Der Welttag der Sozialen Gerechtigkeit wurde 2009 von den Vereinten Nationen (VN) mit dem Ziel eingeführt, die Nationalstaaten aufzufordern, Ungerechtigkeiten zu bekämpfen und Chancen und Teilhabe für alle Menschen zu gewährleisten.

Soziale Gerechtigkeit

ist eine sehr, sehr wichtige Grundvoraussetzung
für das friedliche Zusammenleben
aller Nationen.

Sie wird in vier große Bereiche unterteilt:

Bedarfsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit, Generationengerechtigkeit und Leistungsgerechtigkeit.

Logischerweise haben Menschen abhängig von Alter, Geschlecht, Beruf und Lebens- und Familiensituation völlig unterschiedliche Meinungen hinsichtlich Gerechtigkeit.

Die meisten Menschen nehmen Gerechtigkeit, jedoch vornehmlich Ungerechtigkeit immer aus ihrer eigenen Perspektive wahr und haben dabei vor allem ihre eigene Situation im Blick.

Kinderlose Menschen verstehen beispielsweise unter Steuergerechtigkeit etwas ganz anderes als die  Ernährer von kinderreichen Familien.

Ein alter Mensch versteht unter Generationengerechtigkeit etwas anderes als ein junger Mensch, ein kranker Mensch versteht unter Bedarfsgerechtigkeit etwas anderes ein gesunder Mensch.

In unserem sozialen Deutschland ist der Gedanke der sozialen Gerechtigkeit im Grundgesetz verankert!

Unser Staat hat sich verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass bei dem Bedarf, den Menschen für das tägliche Leben haben, bei der Leistungsvergütung, bei der Generationenfrage und bei der Chancenverteilung das Prinzip der Gerechtigkeit angestrebt wird.

Bei aller Liebe wäre doch ein Gedanke, welchen Beitrag jeder einzelne Mensch zum Erreichen von sozialer Gerechtigkeit beitragen könnte, oder?

Aus meiner persönlichen Sicht wäre ein möglicher erster Schritt, wenn die Menschen immer wieder versuchen Einfühlungsvermögen (Empathie) zu entwickeln.

Andere Menschen, rechts und links, neben sich auch mal wirklich wahrzunehmen, deren Probleme und Sorgen ernst zu nehmen und ein Auge auf sie zu haben.

Der Sinn für Gerechtigkeit geht für mich mit der Liebe zu den Menschen einher.

Soziale GerechtigkeitUnd dieser Tag soll explizit allen Menschen weltweit ins Bewusstsein rufen, dass viel mehr Engagement der internationalen Gemeinschaft bei der Überwindung weltweiter, sozialer Ungleichheit notwendig ist.

Ganz besonders jetzt in den harten Zeiten weltweiter politischer Umschwünge! Hashtag: #Thüringen 2020

Für die Vereinten Nationen (UN) gehört bereits lange die soziale Gerechtigkeit
zu den wichtigsten globalen Aufgaben,
um Entwicklungsprozesse und
die Würde des Menschen zu stärken.

Bereits im März 1995 fand in Kopenhagen der
Weltgipfel für Soziale Entwicklung statt.

Damals verabschiedeten die teilnehmenden
Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten
der Vereinten Nationen die sogenannte
Kopenhagener Erklärung” und ein Aktionsprogramm.

Der Weltgipfel erkannte an, dass
soziale Entwicklung auf
sozialer Gerechtigkeit, Solidarität,
Harmonie und Gleichheit beruhe,
in und zwischen den einzelnen Ländern.

Soziale Gerechtigkeit und soziale Gleichheit
seien die fundamentalen Werte aller Gesellschaften.

Soziale IntegrationIn 10 Verpflichtungen haben die
Staats- und Regierungschefs ihre Ziele definiert,
so zum Beispiel:

Die Armut in der Welt zu beseitigen,
Vollbeschäftigung zu erreichen,
die soziale Integration und
die uneingeschränkte Achtung der
Menschenwürde zu fördern und einen
allgemeinen und gerechten Zugang zu
einer guten Bildung zu verwirklichen.

 

Diese Ziele
gelten ausdrücklich für alle Menschen weltweit
und in allen Gesellschaftsschichten.

Die Staaten wollen auf regionaler, nationaler und
internationaler Ebene, wie auch immer das in der Realität aussehen mag, “besondere Anstrengungen
unternehmen, um Ungleichheiten im Hinblick auf
soziale Verhältnisse zu beheben,
ohne Unterschied nach Rasse,
nationaler Herkunft, Geschlecht,
Alter oder Behinderung.

ext. Bild

Darüber zu Meckern nützt nichts, denn
NUR,
wenn ALLE etwas dazu beizutragen gewillt sind,
dann kann auch für JEDEN „ein Schuh“ daraus werden!

Persönlich empfinde ich es so, dass leider auch in diesem Jahr wohl eher über einen weiteren Welttag der sozialen Ungerechtigkeit gesprochen werden muss, denn noch nie zuvor waren Wohlstand und Reichtum derart ungleich verteilt:

Laut einer Studie von Oxfam besitzen die 62 reichsten Menschen der Welt genauso viel wie die ärmere Hälfte der gesamten Weltbevölkerung!

Damit ist in einem Zeitraum von lediglich fünf Jahren das Vermögen der 62 reichsten Menschen um 44 Prozent gewachsen, während das Vermögen der ärmeren Hälfte um eine Billion US-Dollar zurückgegangen ist.

Damit haben sich die Unterschiede zwischen Arm und Reich weiter drastisch vergrößert.

Es gibt sicher einige Lösungsansätze, aber wie es mit der Umsetzung konkret ausschauen soll?, ehrlich geschrieben: Ich habe absolut keine Ahnung! Die aktuelle politische Situation in unserem Land lässt auch kaum Raum für Hoffnung auf Besserung.

Persönlich will ich mich nicht damit abfinden, dass die Chancen auf gute Bildung und Ausbildung, auf Teilhabe am Leben und Anerkennung in der Gesellschaft immer weiter auseinandergehen!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne schnelle und nachhaltige Lösungen und für die Zukunft viel Kraft, Ausdauer und persönliche Erfolge.

Wie gewohnt drücke ich uns allen ebenfalls von Herzen gerne von dem „ollen“ Virus und seinen Mutanten verschont zu bleiben. Toi, toi, toi!

Euer „alter Mann“

Werner Michael Heus

 

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