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Tag der Arbeit 2021

* Liebe Leserinnen, liebe Leser *

Am Samstag, dem 1. Mai ist ja nun der

Tag der Arbeit 2021

Ganz im Gegensatz zum Namen dieses gesetzlichen Feiertages ist er für viele Menschen in unserem Land ein arbeitsfreier Tag, was ja nicht unbedingt verkehrt ist … zwinker.

Viele Mitmenschen sehen nur den arbeitsfreien Tag, aber wissen nur sehr wenig darüber, wie es überhaupt zu diesem gesetzlichen Feiertag gekommen ist.

Der Ursprung, wie kann es denn wohl auch kaum anders sein, liegt in den USA.

Er geht auf das Jahr 1886 zurück, als ein mehrtägiger Generalstreik begann.

Das Ziel der Arbeiter war es, anstelle der damals geltenden Regelarbeitszeit von 10 Stunden einen Achtstundentag durchzusetzen. Was friedlich angedacht war und auch so begann, eskalierte jedoch leider, sodass sowohl Demonstranten als auch Polizisten zu Tode kamen. 

Auslöser für die Eskalation war, dass die Polizei am 3. Mai 1886 bei einer Kundgebung mehrere Streikposten erschoss!

Am 4. Mai 1886 warf ein Protestteilnehmer eine Bombe, die einen Polizist tötete.

Bei den aus dem Streik resultierenden Anfeindungen kam es in der Folge auch zu Kampfhandlungen, bei denen weitere sieben Polizisten und Überlieferungen zufolge über 20 Arbeiter starben. Darüber hinaus wurden mehr als 300 Demonstranten verletzt. 

Insgesamt wurden acht der ebenfalls teilnehmenden Organisatoren des Streiks festgenommen und wegen Verschwörung angeklagt.

Darunter befand sich auch der Chefredakteur der ArbeiterZeitung, der nach einer schnellen Aburteilung hingerichtet werden sollte, jedoch vorher in seiner Zelle Suizid beging. 

Im Gedenken an diese Ereignisse wurde der Erste Mai im Jahr 1889 als

Kampftag der Arbeiterbewegung

festgelegt.

Hunderte Mitglieder sozialistischer Gewerkschaften und Parteien aus der ganzen Welt trafen sich im Jahre 1889 zum zweiten Internationalen Arbeiterkongress zusammen.

Sie beschlossen, sich den Plänen des Amerikanischen Arbeiterbundes für eine internationale Demonstration am 1. Mai 1890 anzuschließen, um für die Rechte der Arbeiterklasse zu demonstrieren.

Am 1. Mai 1890 demonstrierten dann erstmals auch Hunderttausende Menschen in Europa.

Das war dann letztendlich der Anlass, dass dieser Feiertag fester Bestandteil in den Köpfen der Menschen wurde und sich entsprechend im Zeitgeschehen etablierte.

Jedoch erst mit dem Beginn der Weimarer Republik wurde der Achtstundentag schließlich durchgesetzt und Gewerkschaften als Vertreter der Arbeiter anerkannt.

Trotzdem blieb die Lage wegen der Wirtschaftskrise und vielen Arbeitslosen sehr angespannt.

Im Jahr 1929 verbot der sozialdemokratische Polizeipräsident von Berlin aus Angst vor Ausschreitungen die Mai-Kundgebungen.

Die damalige Kommunistische Partei Deutschland (KPD) widersetzte sich jedoch und rief zu friedlichen Demonstrationen auf. Es kam, wie es kommen musste, zu Ausschreitungen, bei denen die Polizei in die Menge schoss und bis zum 3. Mai starben 30 Menschen während dieses Konfliktes.

 Im Jahr 1933 zerschlugen die Nationalsozialisten die Gewerkschaften wieder und verwandelten den 1. Mai in einen „Nationalen Feiertag des deutschen Volkes“.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieg wurde der 1. Mai dann durch den Alliierten Kontrollrat wieder als

Tag der Arbeit“

 etabliert und als Feiertag bestätigt.

Allerdings gab es da ein paar nicht so kleine, aber dafür sehr feine Unterschiede, wie dieser Tag im geteilten Deutschland begangen wurde.

In Westdeutschland nutzten vor allem die Gewerkschaften den 1. Mai für Massenkundgebungen mit arbeitsrechtlichen und friedenspolitischen Schwerpunktthemen.

In Ostdeutschland hingegen wurden am 1. Mai staatlich inszenierte Militärparaden veranstaltet.

Selbst heutzutage gibt es immer noch etliche Kundgebungen am 1. Mai,  bei denen Gewerkschaften, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer versuchen ihren Anliegen Nachdruck zu verleihen. 

Und auch wenn die Teilnehmerzahlen stark gesunken sind, missbrauchen immer und immer wieder absolute Chaoten diesen Tag als Anlass für immer wiederkehrende Krawalle.

Persönlich kann ich solche Krawalle absolut nicht nachvollziehen.

Ich würde mir wünschen, dass der Staat hier mit absoluter Härte durchgreift und die Justiz die Randalierer gnadenlos bestraft! Es geht ja letztendlich um Steuergelder, die verschwendet werden.

Hoffentlich seid Ihr alle gut durch den ereignisreichen April 2021 gekommen. Freudig das Tanzbein in den Mai zu schwingen, ist ja nun leider nicht im großen Stile möglich.

Jedoch wie dem auch immer sei, wünsche ich Euch von Herzen gerne einen guten Monat Mai, der ja bekanntlich alles neu macht und für manch einen – mich eingeschlossen – wäre das absolut wünschenswert.

Meine Daumen sind weiterhin voll doll gedrückt, dass wir alle von Covid-19 verschont bleiben und recht bald die Impfung erhalten.

Eins möchte ich heute jedoch unbedingt „loswerden“:

Vielen Dank, dass Euch gibt

Euer „alter“ Mann

Werner Heus

 

 

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