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Tag der Epilepsie 2020

W Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Montag, dem 5. Oktober 2020, ist:

Tag der Epilepsie 2020

Der 24. Aktionstag der Epilepsie-Selbsthilfe in Deutschland, den es seit 1996 gibt, steht jedes Jahr unter einem anderen Leitsatz.

Die Veranstaltungsreihe in diesem Jahr steht unter dem Motto

Epilepsie – neu in der Familie
ext. Bild Mehr als sechs Millionen Menschen in Europa leiden an Epilepsie und dennoch kennen viele Bürger diese Krankheit nicht.

Initiiert wurde der Tag durch zwei internationale Organisationen:

die internationale Liga gegen Epilepsie (ILAE) und das

internationale Büro für Epilepsie (IBE).

Das Ziel der Veranstalter ist gegen die Diskriminierung Erkrankter sowie deren Ungleichbehandlung in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz vorzugehen.

Ein wichtiges Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität und die Gleichbehandlung der Menschen mit Epilepsie in allen Lebensbereichen.

Unter Epilepsie wir eine Gruppe neurologischer Erkrankung bezeichnet, die  spontan auftretende Krampfanfälle  gemeinsam haben. Diese werden in zehn unterschiedliche Klassen und Verlaufsformen einteilt.

Verursacht werden diese Krampfanfälle durch eine unkontrollierte Entladung von Neuronen innerhalb des Gehirnes, die zu völlig unwillkürlichen Verhalten führen .

Epilepsie ist gekennzeichnet durch
spontan auftretende Krampfanfälle.
Dabei kommt es zu vorübergehenden
abnormen Entladungen einiger
Nervenzellverbände in der Hirnrinde.

Der Anfall kann unterschiedliche
Erscheinungsformen haben, je nach Lage
und Umfang des betroffenen Hirnareals.

Manche Anfälle sind von außen kaum sichtbar,
man spricht von einer sogenannten Absence,
bei der für kurze Zeit das Bewusstsein aussetzt,
andere äußern sich durch eine Verkrampfung
des Körpers und Zuckungen in Armen und Beinen.
 Nur, wenn die Anfälle wiederholt auftreten und
sowohl Laborparameter als auch bildgebende
Verfahren eine Neigung zu Krampfanfällen bestätigen,
gilt die Diagnose als gesichert.

Um Epilepsie erkennen zu können, steht eine intensive Diagnostik an erster Stelle. Gerade bei schwierigen Epilepsien geht dies nur in der Klinik, um die Anfallssituationen möglichst gut beobachten zu können (u.a. MRT, Video, EEG).

Obwohl ein großer Teil der Epilepsie-Patienten
durch Behandlung anfallsfrei leben kann,
werden Betroffene in der Öffentlichkeit weiterhin
oft stigmatisiert.
Um daraus resultierenden Problemen im
sozialen und Arbeitsumfeld vorzubeugen,
wird die Erkrankung sogar häufig verschwiegen.
Dem entgegen treten das
International Bureau for Epilepsy (IBE) und die
International League for Epilepsy (ILAE),
die im vergangenen Jahr den Tag initiierten.
Speziell für den deutschsprachigen Raum
findet am 5. Oktober ein Aktionstag statt, der von der
Deutschen Epilepsievereinigung
1996 ins Leben gerufen wurde.

Vielen Menschen mit Epilepsien können nicht-medikamentöse Behandlungsverfahren helfen. Durch gezielte Verhaltenstherapie lernen sie, selbst Einfluss auf das Auftreten von Anfällen zu nehmen. Und in der Psychotherapie geht es um das Akzeptieren der Krankheit und deren Bewältigung.

Zur Behandlung der Epilepsie stehen mehr als 20 Arzneistoffe zur Verfügung. Die richtige medikamentöse Einstellung für den einzelnen Menschen ist eine Kunst.

Antiepileptika wirken als »Anfallsblocker« und sollen die Krampf­bereitschaft senken. Als Faustregel gilt: Zwei Drittel der Patienten sind damit gut behandelbar. Viele bekommen gar keine Anfälle mehr. Abgesehen vom Status epilepticus erfolgt die Behandlung rein symptomatisch als Dauer­therapie.

Manche Epilepsien, die mit Medikamenten nicht in den Griff zu bekommen sind, können auch operiert werden. Das hängt sehr stark davon ab, ob die Anfälle von einem bestimmten Punkt, einem Herd ausgehen, und wo dieser Herd im Gehirn liegt.

Neben den erkrankten Menschen haben es auch die Partner und Angehörigen nicht leicht! Sie müssen lernen, den Menschen mit einer Epilepsie zu verstehen und im Alltag darauf Rücksicht zu nehmen. Die betroffenen Erkrankten, häufig aber auch ihre Familien brauchen Beratung und Unterstützung.

 Ich drücke allen Betroffenen, den Angehörigen und dem Pflegepersonal von Herzen gerne die Daumen ausreichend Geduld und ein „glückliches Händchen“ im Umgang mit dieser Erkrankung zu haben.

Und uns allen wünsche ich von Herzen gerne einen guten Start in die neue Woche

Euer „alter“ Mann

Werner Heus

 

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