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Internationaler Tag der Wohltätigkeit 2020

* Liebe Leserinnen, liebe Leser *

am Samstag, dem 5. September, ist:

Internationaler Tag der Wohltätigkeit 2020

Die Vereinten Nationen (UN) haben diesen Tag im Jahr 1997 anlässlich des Todestages der Ordensschwester und Missionarin Mutter Teresa ins Leben ausgerufen.

Mutter Theresa hatte 1979 den Friedensnobelpreis für ihren unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen die Armut und die Not erhalten.

Damit sind wir dann auch wieder bei meinem Lieblingsthema angelangt, denn ich erachte Armut und Not als handfeste Bedrohung für den Weltfrieden!

Insgesamt erscheint mir dieser Tag wenig bekannt zu sein, denn er findet in allen Medien wenig bis gar keine Beachtung! Ich kann nicht einordnen, ob das Corona geschuldet ist oder dieser Tag für die Allgemeinheit eher uninteressant ist?

Ziel ist es, die Menschen zu motivieren, sich ehrenamtlich und/oder wohltätig einzusetzen und anderen zu helfen.

In diesem Jahr hat ein Virus dem Ganzen ungleich „Anschub“ gegeben und ich persönlich empfinde es als absolut positiv, wie viele Menschen in den vergangenen Monaten hervorragende ehrenamtliche Arbeit geleistet haben.

An dieser Stelle möchte ich allen ohne Ausnahme ein ganz dickes Lob aussprechen und meinen vollsten Respekt zollen!

Einem alten Sprichwort zufolge ist reich, wer viel hat; noch reicher, wer wenig braucht und der reichste ist derjenige, der viel gibt!

Würde dieses Sprichwort der Realität entsprechen, dann müssten also die ärmsten Länder dieser Erde mit Reichtum nur so gesegnet sein, aber das ist leider nicht der Fall.

Was ich jedoch mehr als interessant finde, ist die Tatsache, dass in den ärmsten Ländern regelmäßig gespendet wird!

Demzufolge hat dann Wohltätigkeit rein gar nichts mit Wohlstand zu tun, sondern ist wohl mehr eine Sache der äußeren Umstände und der inneren Einstellung!

Im Buddhismus herrscht zum Beispiel die Auffassung vor, dass die eigene Arbeit anderen helfen soll – spielen da etwa der religiöse Hintergrund eines Menschen oder die individuelle Einstellung zum Leben als solchem eine entscheidende Rolle im Spendenverhalten der Menschen?

Eines der wesentlichen Hemmnisse für das Spendenverhalten in unserem Land ist das Vorurteil, dass Spendengelder sowieso generell nicht ankommen oder der Verwaltungsapparat einen großen Teil „auffrisst„.

O.k. zugegeben, wenn Spendengelder tatsächlich ankommen, dann erreichen sie viel seltener Umwelt-, Natur- und Tierschutzvereine oder die Kultur- und Denkmalpflege, sondern vor allem die humanitären Hilfsorganisationen.

In den letzten Jahren flossen rund 80 Prozent der deutschen Spendengelder an die besagten humanitäre Hilfsorganisationen.

Allgemein zeigen sich die Menschen aber vor allem dann großzügig, wenn es um Krankheiten geht, welche in den Medien, wie auch in den sozialen Netzwerken sehr breit und intensiv thematisiert werden.

Brustkrebs zählt zu solchen Erkrankungen, deren Bekämpfung und Erforschung über die Medien sehr öffentlichkeitswirksam vermarktet wird.

Wenn die Macht der Medien im Zusammenhang mit dem Spendenaufkommen eine derartige Rolle einnimmt, eröffnet sich mir persönlich letztendlich als die zentrale Frage, inwiefern Initiativen folgenschwerer Erkrankungen, die nie oder selten einen Platz auf der Medienagenda für sich beanspruchen können, überhaupt dazu in der Lage sind größere Spendensummen zu generieren? – also, wieder alles nur ein Politikum!

An chronischen Lungenerkrankungen sterben beispielsweise 3,5 Mal so viele Menschen, wie an Brustkrebs. Und trotz dieser Tatsache wird für derartige Erkrankungen 37 Mal weniger gespendet. Ganz ähnlich sind die Zahlen bei der Stoffwechsel– und Volkskrankheit Diabetes

Nahezu jeder Mensch hat von der altbekannten Weisheit, dass Geld glücklich macht, bereits gehört. Statistiken belegen, dass in Ländern, in denen das Durchschnittseinkommen hoch ist, auch die gefühlte Lebenszufriedenheit entsprechend höher ausfällt als in Ländern, in denen den Menschen weniger finanzielle Mittel zu Verfügung stehen.

Ebenso gilt allerdings auch als bewiesen, dass Geben glücklicher macht als Nehmen.

Wie viel man anderen Menschen gönnt, hängt laut der kanadischen Psychologin Elizabeth W. Dunn nicht mit dem Glücksempfinden zusammen, aber das Spenden, das Schenken und auch das Ausüben karitativer Tätigkeiten wirken für viele Menschen wie ein

Glücks-Booster.

Wer also einmal gibt, schenkt doppelt Freude.

Übrigens beginnt ehrenamtliche Tätigkeit bereits dann, wenn man bedürftigen Menschen „ganz einfach“ sein Ohr und Zeit schenkt!

Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken, sind genau die Schätze, die in unserer hektischen Zeit am meisten gebraucht werden, aber leider am wenigsten zur Verfügung stehen. Das Corona-Virus scheint ein neues Zeitfenster geöffnet zu haben.

Viele Menschen haben sich neu orientiert, haben neue Wege beschritten und sich  getraut, für eine gewisse Zeit, für bestimmte Stunden im Monat wohltätig aktiv zu sein. Eines ist gewiss, sie wurden und werden weiterhin alle mit offenen Armen empfangen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen prächtigen Start in das erste September-Wochenende, viel Sonne, wenig Stress und Sorgen, sowie toi toi toi, bleibt bitte von Faktor „C“ verschont.

Euer „alter“ Mann

Werner Heus

 

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