9/11, WMH, Artikel 2022
Besondere Tage,  Frieden,  Menschenrechte,  Respekt,  Zum Nachdenken

In Gedenken an die Opfer von 9/11

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich möchte mich gemeinsam mit Euch/Ihnen in Gedenken an die Opfer von 9/11 begeben und es hochhalten.

Am 11. September 2022 jähren sich zum 21. Mal die Attentate auf das World Trade Center in New York.

Attentat auf WTC, Bild 1

Auch in diesem Jahr habe die Bilder noch vor Augen, als wenn es gestern gewesen wäre.

Und weiterhin beschäftigt mich die Frage:

Warum machen Menschen so etwas?

Attentat auf WTC, Bild 2

Dieses islamistische Verbrechen in der Chronologie:

New York, 11. September 2001, 8.45 Uhr Ortszeit (14:45 MEZ):

Ein Flugzeug rast in den nördlichen Turm des World Trade Centers.

Wenig später, exakt um 15:03 Uhr (MEZ) steuert eine zweite Maschine auf den Südturm zu. Der Ablauf ist exakt gleich mit der ersten Katastrophe 18 Minuten zuvor.

Beide 417 Meter hohen Türme an der Südspitze von Manhattan stehen in Flammen.

Um 15:43 Uhr (MEZ) stürzt in Washington eine weitere Passagiermaschine auf das Pentagon. Der Sitz des US-Verteidigungsministeriums erleidet schwere Schäden, wird jedoch nicht völlig zerstört.

Um 16:07 Uhr (MEZ) stürzt der südliche Turm des World Trade Center ein.

Es ist der Gebäudeteil, der als zweiter gerammt worden war. Das 110 Stockwerke hohe Haus sackt in sich zusammen und bedeckt Manhattan mit einer Staub- und Schuttschicht.

Um 16:27 Uhr (MEZ) stürzt auch der nördliche Turm des World Trade Center ein.

Bis zum Schluss hatten verzweifelte Menschen in den oberen Stockwerken mit Tüchern auf sich aufmerksam gemacht. Einige stürzten sich aus den Fenstern. Nur aus den unteren Gebäudeteilen war eine Flucht möglich.

Die Anschläge selbst töteten in New York knapp 3.000 Menschen.

Die Nachwirkungen sind jedoch ungleich größer:

Laut Berichten sind tausende Menschen an den direkten Folgen von 9/11 erkrankt. Davon viele an Krebs. Noch Monate nach dem Einsturz brannten die Trümmer in New York. Tausende Menschen, die damals in der Nachbarschaft lebten oder arbeiteten, atmeten die mit giftigen Dämpfen und HochhausPartikeln versetzte Luft ein. Denn vor allem viele Ersthelfer, die in den Tagen und Wochen danach ungeschützt dem giftigen Staub ausgesetzt sind, erkranken schwer und bezahlen ihren Einsatz mit dem Leben. Inzwischen sind fast so viele Menschen an den Spätfolgen gestorben, wie bei den Anschlägen selbst.

Im Jahr 2018 gab es eine Schätzung, dass in den folgenden Jahren die Zahl der an Folgeerkrankungen verstorbenen Personen, die Zahl der Menschen, die unmittelbar durch die Anschläge am 11. September zum Opfer gefallen sind, übersteigen wird.

Welche Nachwirkungen haben die Attentate noch heute in Deutschland?

In der Technischen Universität Hamburg-Harburg würde man es am liebsten ungeschehen machen, dass Mohammed Atta dort von 1992 bis 2001 eingeschrieben war. Im Süden Hamburgs lebte er, schrieb seine Diplomarbeit und bereitete die Anschläge vor. Der Ägypter gilt als Anführer der Attentäter, er steuerte das erste Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers in New York.

Die berüchtigte Wohnung in der Marienstraße 54, wo Mohammed Atta gelebt hatte, ist mittlerweile wieder bewohnt. Aber es dauerte mehr als ein Jahr nach den Anschlägen, bis ein Makler die Dreizimmerwohnung wieder vermieten konnte.

Erst Ende 2002 fanden sich zwei Studenten, die sich nicht daran störten, in eben diesen Räumen zu leben. Hausbewohner berichten noch heute, dass immer wieder mal Touristen vorbeikommen und Fotos machen von dem an sich völlig unscheinbaren Nachkriegsbau, in dem die Anschläge vom 11. September 2001 vorbereitet wurden.

Ich bin heute nur froh, dass die ersten Gedanken, die mir damals durch den Kopf gingen, sich nicht bewahrheitet haben! Denn ich hatte damals die Befürchtung, dass es der Anfang einer Serie von Attentaten in dieser Größenordnung sein würde.

Und auf die Frage:

Warum machen Menschen so etwas?

Habe ich bis zum heutigen Tage keine Antwort gefunden.

Ich weiß leider auch ehrlich gesagt nicht, wie man solche Attentate verhindern könnte. Nicht mal einen guten Rat habe ich! M.E. nach kann man nur an alle Menschen appellieren, näher hinzuschauen und hinzuhören, wenn im näheren Umfeld „merkwürdige“ Dinge geschehen und entsprechend staatliche Behörden zu informieren, damit diese nach dem Rechten schauen können. Da ist jeder von uns gefragt.

In diesem Sinne bitte ich Euch darum, Augen und Ohren offenzuhalten.

Die Attentate am 11. September 2001 trafen diese doch so mit modernster Technik ausgestattete Supermacht USA im Innersten und erschütterten die eigene Bevölkerung zutiefst. Bis heute ist unklar, warum US-amerikanische Geheimdienste und die Armee die Anschläge nicht verhindern konnten. 9/11 – war minutiös durchgeplant. Ebenso das Verwischen der Spuren, die jedoch nach Angaben des Pentagon nach Saudi-Arabien führen. Ich hoffe, für die Betroffenen und deren Angehörige, dass wirklich irgendwann die Täterschaft im Hintergrund zur Verantwortung gezogen werden kann.

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne noch ein paar schöne Spätsommertage. Dazu möglichst viele Sonnenstunden und ausreichend Zeit um Kraft zu tanken.

Euer „alter“ Mann

Werner Michael Heus

 

3 Kommentare

  • Menschenscheu

    Hallo alter Mann.
    Hinsehen und nicht wegsehen trifft auf viele Verbrechen zu, so auch im Alltag. Auf diese Weise könnten mögliche Verbrechen verhindert werden. Doch es gibt zu viele Gaffer, die sogar noch die Hilfskräfte bei ihrer wichtigen Arbeit behindern! Die müssten hart bestraft werden. Viele ignorieren auch solche Taten mit der Frage: Was geht mich das an? Bis es sie selbst betrifft. Leidvoll musste eine gute Bekannte das lernen. Man ließ sie auf der Straße liegen, sodass sie beinahe von einem Lkw überfahren wurde. Man unterstelle ihr einfach, sie sei betrunken gewesen! Dabei war sie gestürzt und konnte nicht aus eigener Kraft wieder aufstehen. Jetzt sitzt sie im Rollstuhl durch die Folgen dieses Unfalls.
    9/11 ist eine andere Größenordnung, aber ähnlich gelagert. Die Erinnerung muss aufrechterhalten werden, da gebe ich Dir völlig recht. Pass auf Dich auf und bleib gesund. LG

  • Hannelore

    Hallo lieber Werner,
    als ich das über die Medien erfahren habe, war ich schockiert und
    konnte es nicht fassen, wie man Menschen sowas antun kann.
    So viele mussten ihr leben lassen und Familien wurden zerstört.
    Die Frage warum wird wohl niemand beantworten können.
    Ich wünsche Dir einen friedlichen Tag und bleibe gesund.

  • Sommerlavendel

    Guten Tag, Werner. Ja, der 11. September 2001 war sehr furchterregend. Man kann ihn eigentlich nie vergessen. Dass durch den Wahnsinn einiger Verrückter das Leben so vieler Menschen zerstört wurde. Die Folgen dieser irren Taten waren und sind bis heute nicht nach vollziehbar. Man fragt immer und immer wieder warum, aber ich glaube nicht, dass wir jemals eine Antwort darauf kriegen. Jedenfalls keine Antwort, die für uns logisch klingen wird. Danke für Deinen Beitrag, der das Gedenken aufrecht hält. Pass auf Dich auf und bleib gesund.

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