Besondere Tage,  Frieden,  Gefahr erkennen,  Macher

Welttag der humanitären Hilfe 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

 am Mittwoch, dem 19. August, ist:

Welttag der humanitären Hilfe 2020

Während der 63. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) im Jahr 2008 wurde dieser Tag begründet.

Humanitäre Hilfe unterstützt weltweit Menschen, die durch Naturkatastrophen, Epidemien oder Konflikte in Not geraten sind.

Dabei werden viele verschiedene Aktionsfelder abgedeckt, von der unverzüglichen Soforthilfe bis zur Übergangshilfe und der Katastrophenvorsorge.

 

An diesem Aktionstag soll sowohl der umgekommenen humanitären Helfer gedacht, als auch deren Arbeit anerkannt und auf aktuell bestehende humanitäre Notlagen in der Welt gezielt hingewiesen werden.

Das Ziel ist es, die öffentliche Aufmerksamkeit für die humanitäre Hilfe als solches und deren ausführende Organe, sprich humanitäre Organisationen, zu stärken.

Der Einberufung dieses Tages war ein Ereignis im Jahr 2003 im Irak vorausgegangen:

 

Am 19. August 2003 starben der damalige Hochkommissar für Menschenrechte und Sondergesandte für Bagdad, Sergio Vieira de Mello und 21 seiner Kollegen während einer Bombenattacke auf das UN-Hauptquartier.

In der Folge setzte sich die Familie de Mellos dafür ein, diesen Tag als Würdigung und im Andenken an die humanitäre Arbeit verstorbener und aktiver Helfer zu begehen.

Darüber hinaus kürt die Sergio Vieira de Mello Stiftung seit dem Jahr 2010 Individuen oder Institutionen, die sich im besonderen Maße für eine friedliche Konfliktbeilegung einsetzen, mit einem Preis. 

Das sich humanitäre Helfer erheblichen Gefahren aussetzen, belegt die Zahl der Fälle von Gewaltanwendungen gegen humanitäre Helfer, die von 42 im Jahr 2000 auf 165 im Jahr 2008 angestiegen ist. Diese Zahlen schließen Tötung, Geiselnahme und bewaffnete Angriffe auf humanitäre Helfer ein.

Trotz des Rückganges der Vorfälle auf 129 im Jahr 2010 ist es beileibe nicht sicher, ob sich diese Entwicklung angesichts der ständig steigenden humanitären Herausforderungen durch innerstaatliche Konflikte oder etwa Themen, wie dem dem Klimawandel, siehe jüngste Ereignisse (USA!), fortsetzt. In diesem Zusammenhang scheint es humanitären Helfern nur bedingt zu nützen, dass ihre Arbeit auf den Grundsätzen der Menschlichkeit, der Menschenrechte, der Objektivität, der Neutralität und der Unabhängigkeit beruht. 

Von 2016 bis heute wurden mehr als 500 Übergriffe auf humanitäre Helfer registriert, dabei verloren mehr als 160 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen ihr Leben. Die gefährlichsten Länder waren Afghanistan, die Demokratische Republik Kongo, der Südsudan, Syrien und Somalia.

Allein am 29. September 2016 starben bei einem Angriff auf einen UN-Konvoi 14 humanitäre Helfer und weitere 15 wurden verletzt.

Humanitäre Hilfe in Krisengebieten zu leisten, wird zunehmend gefährlicher.

Im letzten Jahr wurden 483 Helfer angegriffen, 125 von ihnen getötet, 234 verwundet und 124 entführt. Die meisten Vorfälle ereigneten sich in Syrien, gefolgt vom Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo, Afghanistan und der Zentralafrikanischen Republik.

Also in den bekannten Langzeitkrisenländern, in denen Millionen Menschen vertrieben wurden und ein dauerhafter Frieden nicht in Sicht ist.

Auch 2020 gibt es bereits zahlreiche Opfer zu beklagen.

Mehr als 200 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen in 18 Ländern wurden in diesem Jahr bislang attackiert, 74 Helfer verloren bei den Angriffen ihr Leben.

 Anlässlich des diesjährigen Welttags der humanitären Hilfe schließe ich mich dem Aufruf der UNICEF an, die weltweit die Konfliktparteien dazu aufruft, endlich ganz strikt zwischen Zivilbevölkerung und Kämpfern zu unterscheiden und den Zugang zu den Hilfebedürftigen sicher zu stellen.

Derzeit brauchen in den Kriegs- und Krisengebieten der Erde mindestens 48 Millionen Kinder lebensrettende Hilfe.

Ich möchte an alle Nationen eindringlich appellieren die ständig wachsende Missachtung der Menschenrechte und des Völkerrechtes zu unterlassen!

Das Corona-Virus ist für die humanitäre Hilfe natürlich die größte Herausforderung weltweit geworden. Die von den einzelnen Regierungen auferlegte Restriktionen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, haben die Einsatzmöglichkeiten bei ständig steigendem Hilfsbedarf kontinuierlich eingeschränkt

In diesem Sinne wünsche ich uns angesichts der leider wieder ständig steigenden Infektionszahlen behütet bzw. verschont zu bleiben.

Passt bitte auch Euch auf und achtet auch auf Eure Mitmenschen

Euer „alter“ Mann

Werner Heus

 

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.