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Pflaumenzeit ist auch Zwetschgenzeit

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

jetzt ist Pflaumenzeit

Abhängig von der angebauten Sorte kann die Pflaumenzeit in Deutschland bereits im Juli beginnen und bis in den Oktober hineinragen.

Und ebenfalls ist im Hochsommer die Zwetschgenzeit.

Diese lassen sich etwas einfacher vom Stein lösen. Alleine schon aus diesem Grund  bekommt man sie sehr häufig im Supermarkt und Discounter angeboten.

Pflaumen, wie auch Zwetschgen schmecken wie viele andere Obstsorten dann am besten, wenn sie komplett ausgereift sind. Wer im Geschäft besonders leckere Früchte kaufen möchte, der sollte sie in der Erntezeit kaufen und nicht zu feste Früchte wählen, denn diese sind oft nicht ganz reif und deshalb eher sauer als süß.

Pflaumen und ihre „kleine Schwester“, die Zwetschgen, haben idealerweise ein pralles, volles Aussehen. Bei Druck geben sie leicht nach, ohne dabei Stellen zu bekommen.

Verzichtet bitte auf unreife oder grünliche Exemplare, da Pflaumen kaum nachreifen.

Die Zubereitung sollte möglichst frisch erfolgen.

Bei Bedarf lassen sie sich aber auch bis zu einer Woche lagern, und zwar:

Am besten in einer Papiertüte verpackt, ungewaschen im Gemüsefach des Kühlschranks.

Die Hauptzeit der Pflaumen,
in der man die meisten Sorten direkt vom Baum pflücken kann,
sind der August und der September.

Pflaumen am Baum

 

 

Die Pflaume wächst an ein oft sparrig wachsender Strauch oder Baum, der Wuchshöhen von sechs (6) bis in seltenen Fällen sogar zehn (10) Metern erreicht.

Im Jahre 1753 wurde sie
von einem Herrn namens

Carl von Linné

zum ersten Mal beschrieben.

 

Heutzutage wird sie in sieben Unterarten eingeteilt:

  •  Zwetschge
      Kriechen- oder Hafer-Pflaume
      Halbzwetschge
      Edel-Pflaume
      Spilling
      Ziparte
      Mirabelle

Pflaumen und Gesundheit

In Pflaumen wie auch in Zwetschgen stecken neben Vitaminen und Mineralstoffen auch wichtige sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und eine Menge Energie.

Sie enthalten Zink, Kupfer, Beta-Carotin, Vitamin C, E und verschiedene B-Vitamine. Das sorgt zum einen für ein gutes Immunsystem und zum anderen sind Zink und Kupfer bekannt dafür, dass sie bei Nervosität helfen.

Darüber hinaus enthalten Pflaumen Vitamin K, Bor, Kalzium, Phosphor und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, wie Polyphenole, welche in der Diskussion stehen, dem Knochenschwund im fortgeschrittenen Alter vorbeugen zu können.

Die vielen Antioxidantien und Polyphenole gelten auch als gute Mittel, um Krebs oder Herz-Kreislauf-Krankheiten vorzubeugen.

Ihnen wird nachgesagt, dass der Verzehr Verstopfungen löst. Das ist auf die enthaltenen wasserlöslichen Ballaststoffe zurückzuführen und auf das Aufquellen im Darm, wodurch eine gute Verdauung gefördert wird.

Pflaumen und der Speiseplan
Sie sind sehr vielseitig verwendbar,
 beispielsweise für:

Pflaumenmus

Pflaumenmus

Pflaumenkuchen

Leckerer Pflaumenkuchen

Pflaumenkompott

Pflaumenkompott

 

Wie auch immer zubereitet Ihr Pflaumen gerne essen mögt, so wünsche ich Euch guten Appetit.

Übrigens:

Backfans sollten Zwetschgen nehmen, denn Zwetschgen ziehen weniger Saft beim Backen und weichen die Böden nicht so wie Pflaumen durch.

Ursprünglich ist die Pflaume die Frucht eines Baumes, der vermutlich aus China stammt. Erst im 12. Jahrhundert kam sie durch die Kreuzritter nach Europa.

Was ist denn nun bitte richtig? Zwetsche, Zwetschge oder Zwetschke? Wenn man das im Duden recherchiert, wird man schnell bei „Zwetsche“ fündig. Jedoch mit dem Zusatz, dass dieselben Früchte in Süddeutschland und der Schweiz auch Zwetschge genannt werden, in Österreich schreibt man von der Zwetschke. Doch in den Wörterbüchern der deutschen Mundarten tauchen viele weitere Begriffe auf: von der „Quetsch“, wie sie in der Pfalz genannt werden, über die Kölner „Prumm“ bis hin zur „Proume“ in Südhessen.

Wer einen Pflaumenbaum im Garten sein Eigen nennen darf, dem wünsche ich von Herzen gerne eine reiche Ernte. Allen, die Pflaumen gerne mögen, dass die richtige Sorte auf dem Wochenmarkt bzw. in den Geschäften verfügbar ist und uns allen eine schöne Zeit

Euer „alter“ Mann

Werner Michael Heus

7 Kommentare

  • Hannelore

    Hallo lieber Werner,
    Ja Pflaumen und Zwetschgen schmecken sehr gut, in Kuchen und als Kompott.
    Ich esse gerne Pflaumenhefekuchen, den habe ich immer für meine Kinder
    gebacken, ein ganzes Kuchenblech musste das immer sein, lach. Aber meine
    Mutti hat früher auch immer Hefekuchen gemacht, wir hatten ja im Garten
    einen großen Pflaumenbaum.
    Schönen Nachmittag wünsche ich Dir und genieße den Sonntag.

  • Hexlein

    Hallo Werner, ja da kann ich mich gut erinnern. Ich musste immer so ca. Mitte August mit zur Zwetschgenernte und das in den Ferien.
    Das war oft zu der Zeit wo es so warm war wie jetzt und ich wäre lieber zum Baggersee mit den Freunden gegangen.
    Zum Glück war der Zwetschgenacker in der Nähe des Mains, da konnte man wenigstens die Beine mal ins Wasser halten.
    Wir mussten beim Ernten aufpassen, das die helle Schicht an der Frucht nicht so abgegriffen wurde, das war ein Frischezeichen.
    Zwetschgenkuchen auf dem Blech backte meine Mutter zu dem Zeitpunkt viel und war sehr lecker, vor allem mit viel Sahne drauf.
    Noch eine schöne neue Woche wünsche 🙂

  • Gummizellen Wärter

    Hallo leeve Jung,
    mir hatten zwei Prummeböm im Jarden. Ich han die jän jepflück, äver jebacke hätte de Mam. Et jov immer a janz Blech mit vill Streusel drop un ene jruße Schlach Sahne. Ich jann de verzälle, dat hätt sujet von jod geschmäck. Kum jod in den neue Woch un bliev jesund.

  • Melina

    Lieber Werner,
    Du sagst es. Wir haben noch einige Bäume von der alten Sorte im Garten und die sind so lecker auf Kuchen. Auch Äpfel der Sorte: Herrenhut und Birnen der Sorte: Die gute Luise wachsen bei uns. Das sind ganz alte Sorten, die kaum noch jemand kennt. Darauf sind wir schon ein wenig stolz und der Geschmack ist unbeschreiblich. Kommt gut in die neue Woche und bleib auch Du gesund.

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