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Der Weihnachtsstern ist ein Traum

* Liebe Leserinnen, liebe Leser *

Die Vorweihnachtszeit ist doch jedes Jahr wieder herrlich, schön und einfach wunderbar, oder? Und der Weihnachtsstern ist ein Traum!

Beinahe an jeder Straßenecke steht ein Weihnachtsmann. Überall sieht man Kinder mit leuchtenden Augen. Und selbst bei einigen Erwachsenen kann man beobachten, dass sie sentimental werden. Sie sind gespannt, in welcher Art und Weise sie dieses Jahr durch die diversen Werbemaßnahmen auf das Fest der Liebe eingestimmt werden.

Da könnte man doch glatt auf den Gedanken kommen, dass es für jeden, der gerne schreibt oder erzählt ideale Voraussetzungen seien, um eine Weihnachtsgeschichte zu verfassen.

Auch ich hatte in den vergangenen Jahren schon die eine oder andere vermeintlich gute Idee. Diese habe ich zwar nicht zu Papier, aber auf den Monitor gebracht. Zuerst habe ich sie meiner Familie und dann besonders guten Freunden gezeigt, um deren Meinung einzuholen.

Kritisch, wie mein näheres Umfeld eben so ist, gingen die Meinungen von:

Das müsse, was die Ausdrucksweise betrifft, noch ausgefeilt werden bis hin zu der Aussage, dass der Schluss der Geschichte noch etwas zu unbefriedigend sei.

Also habe ich an der Geschichte gefeilt, formuliert, umformuliert und immer und immer wieder korrigiert. Ich habe sie einige Male umgeschrieben und letzten Endes war sie eigentlich wieder so, wie ich sie ursprünglich verfasst hatte.

In der Vorweihnachtszeit sind ausnahmslos alle Kinder ganz besonders aufgeregt. Das war vor hunderten von Jahren so und ist bis heute so geblieben. Die Bestätigung finde ich Jahr für Jahr, wenn ich mir meine Enkelkinder anschaue und höre, was sie so beschäftigt.

Mir ging es als Kind genauso. Was mich persönlich lange Zeit beschäftigte, war, dass es einerseits eine Pflanze gibt, die den Namen Weihnachtsstern trägt und andererseits spricht die Weihnachtsgeschichte von einem Weihnachtsstern am Himmel.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich mich in meiner Jugendzeit abends, wenn im Bett lag, fragte, ob es den neben der Pflanze wirklich einen Weihnachtsstern gibt.

 

Zweitausend Jahre soll ja eben dieser eine ganz besondere Weihnachtsstern die Geburt des Jesuskindes angekündigt, die drei Waisen zu ihm geführt und den Hirten den Weg zum Stall gewiesen haben.

Jedes Jahr zum Weihnachtsfest leuchtet er auch heute noch strahlend am Himmel. Er leuchtet viel heller als die anderen Sterne und jeder kann ihn sehen, wenn er es denn wirklich will. So erzählten es die Großeltern, die Eltern, die Lehrer in der Schule und auch in der Kirche hörte ich es jedes Jahr wieder.

„Gibt es diesen Weihnachtsstern wirklich?“, fragte ich fast jeden Abend meine Großmutter. Und wie immer bekam ich die weise Antwort:

„Natürlich gibt es diesen Weihnachtsstern. Du musst nur richtig hinsehen.“

Dann blickte ich so lange durch das Fenster in den Sternenhimmel bis ich irgendwann einschlief. Und ganz ehrlich, den Weihnachtsstern konnte ich jedoch niemals entdecken.

Ganz besonders in der Nacht vor dem Heiligen Abend, als ich 13 oder 14 Jahre alt war, habe ich stundenlang aufmerksam in den Sternenhimmel geschaut.

Da fiel ganz plötzlich und völlig unerwartet ein Mondstrahl auf mein Bett und eine Stimme sprach: „Werner, komm, steig auf, ich bringe dich zum Weihnachtsstern!“

Ich rieb mir zunächst die Augen und fragte mich, ob ich wach war oder träumte?

Da hörte ich die Stimme bereits ein zweites Mal:

„Nun komm schon, Werner, ich kann nicht ewig warten“.

„Wer oder was bist du denn bloß?“, fragte ich.

Die Stimme antwortete:

„Siehst du mich denn nicht?, ich bin doch ein so hell leuchtender Lichtstrahl! Nun steig bitte endlich auf und habe keine Angst, ich werde dich sicher und sanft tragen.“

Ohne weiter zu überlegen, setzte ich mich auf den Lichtstrahl und schon ging sie ab, die „wilde“ Fahrt, wie man heutzutage leger sagen würde, nein damals war es wirklich ein sanfter Ritt.

Es ging vorbei am Großen Wagen, an der Milchstraße, vielen anderen Gestirnen und sogar am Mond bis hin zu einem großen Stern, genauer gesagt dem Weihnachtsstern über den ich so lange nachgedacht hatte.

Obwohl es wirklich ein sanfter Ritt war, hielt ich mich ganz fest, denn die Fahrt ging rasend schnell. Als mich der Lichtstrahl auf dem Weihnachtsstern absetzte, fühlte ich mich im ersten Moment völlig benommen.

Die Helligkeit, die mich umgab, war so stark, dass ich mich geblendet fühlte. 

Da sprach eine weitere unbekannte Stimme zu mir.

„So so, Werner, du wolltest also wissen, ob es mich gibt?“

„Ja“, antwortete ich tief beeindruckt.

„Nun siehst du ja, dass es mich tatsächlich gibt! Komm, setz dich zu mir, denn ich will die eine Geschichte erzählen“,

fuhr der Stern sehr freundlich fort.

Ich setzte mich nur allzu gerne, denn hier war alles so kuschelig weich und warm wie in meinem Bett, aber, es war ganz ehrlich gesagt, viel, viel schöner, als ich es von zu Hause gewohnt war.

„Vor mehr als zweitausend Jahren, war ich ein Stern wie jeder andere“, begann der Weihnachtsstern zu berichten.

„Eines Tages ging Gott von einem Stern zum anderen, den ganzen Himmel entlang und sprach dann schließlich zu uns:

„Ich habe eine ganz besondere Aufgabe für einen von euch“, verkündete er. Und nachdem er uns alle genau angesehen hatte, richtete er sein Wort an mich. 

„Ich werde meinen Sohn auf die Erde senden und du sollst es aller Welt anzeigen. Deshalb wirst du ab sofort ein ganz besonderer Stern sein, nämlich der Weihnachtsstern. Dein Glanz wird so hell zur Erde strahlen, dass die Menschen dich sofort erkennen werden.“

Auf diese Weise bekam ich meine besondere Aufgabe“.

Und dann erzählte der Stern mir schlichtweg alles, angefangen von der Reise von Maria, Josef und dem Esel, der Geburt des Jesuskindes, von den Hirten, die ihn, also den Weihnachtsstern, sahen und von den drei heiligen Königen, die ihm folgten.

Ich hörte ebenso aufmerksam wie gebannt zu.

„Jetzt weiß ich ganz sicher, dass es dich gibt“, sagte ich erfreut, als der Weihnachtsstern mit seinen Erzählungen geendet hatte. „Ganz lieben Dank, dass ich dich hier besuchen durfte.“

„Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit erfülle ich einem Kind diesen Wunsch“, erzählte der Weihnachtsstern.
„Aber nun, lieber Werner, ist es Zeit für dich zur Erde zurückzukehren, denn schon bald ist die Nacht vorüber. Aber, lieber Werner, ich habe noch eine Bitte an dich. Erzähle allen Menschen auf der Erde von mir und von der wahren Weihnachtsgeschichte.“

Das versprach ich nur allzu gerne, setzte mich wieder auf den Lichtstrahl, der mich hergebracht hatte und bald darauf lag ich wieder zu Hause in meinem Bett.

Als am Morgen meine Großmutter ins Zimmer kam, um mich zu wecken, fragte ich:

„Oma, darf ich dir jetzt die Weihnachtsgeschichte erzählen?“

Meine Großmutter lächelte fröhlich und sagte:

„Gerne Werner, aber hebe sie dir bitte für heute Abend am Tannenbaum auf.“

Sicherlich werden jetzt einige von euch denken, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe oder ein Spinner bin, aber ganz ehrlich, es war einer der schönsten Träume, wenn nicht sogar der allerschönste, den ich je in meinem Leben hatte.

Und was ist die Moral von der Geschicht?

Wer ganz genau hinschaut, sieht auch das Weihnachtssternlicht!

Wie auch immer Ihr Euch gerade fühlt und wo auch immer Ihr gerade seid, ich wünsche Euch von Herzen gerne eine gesunde & fröhliche Vorweihnachtszeit.

Euer „alter“ Mann

Werner Michael Heus

 

Alles über den Weihnachtstern als Pflanze finden Sie hier:

http://wernermichaelheus.com/2020/12/11/ich-hab-den-weihnachtsstern-von-herzen-gern/

 

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