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Cannabis kann Weihnachten einen Kick geben

* Liebe Leserinnen, liebe Leser *

Mehr als 2000 Jahre nach Christi Geburt hat sich auf Erden eine neue Situation ergeben, denn Cannabis kann Weihnachten einen Kick geben!

Eine mögliche Schlagzeile in der Zeitung „Bald“ könnte lauten:

Säugling im Kuhstall gefunden

Polizei, Zoll und Jugendamt ermitteln

In den frühen Morgenstunden des 24. Dezember 2025 werden Polizei, Feuerwehr und der Jugendnotdienst von einem ebenso erstaunten wie erst recht äußerst aufgeregten und besorgten Bürger alarmiert.

Während eines Spazierganges mit seinem Hund hatte der aufmerksame Bürger eine recht erstaunliche Entdeckung gemacht. Seltsame Geräusche im Stallgebäude eines ehemaligen Agrarhofes hatten ihn aufhorchen lassen.  Beim näheren Hinschauen entdeckte der Mann, dass dort eine junge Familie im wahrsten Sinne des Wortes haust.

Beim Eintreffen fanden die Beamten des Sozialdienstes, die von Polizeibeamten begleitet und unterstützt wurden, einen Säugling!

Der Säugling war in weißen Stoffstreifen gewickelt und in eine mit Stroh ausstaffierte hölzerne Futterkrippe gelegt worden. Seine etwa 14 Jahre alte vermeintliche Mutter, eine gewisse Maria H. aus N., saß schlafend in einem alten Klappstuhl daneben.

Bei der Festnahme der Mutter und der Sicherstellung des Kindes versuchte ein Mann  vehement die Sozialarbeiter davon abzuhalten.

Der Mann wurde später als Joseph H., ebenfalls aus N. identifiziert.

Joseph H. erhielt Unterstützung von einigen ebenfalls anwesenden Schafhirten. Darüber hinaus  von drei zunächst unidentifizierten ausländischen Mitbürgern. Zusammen wollten sie die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurden jedoch von der Polizei erfolgreich daran gehindert.

Die drei abenteuerlich aussehenden ausländischen Mitbürger wurden ebenfalls festgenommen. Sie behaupteten nicht nur weise Gelehrte zu sein, sondern dass  königliches Blut in ihren Adern fließe! Das Ganze gipfelte dann darin, dass sie behaupteten Immunität aufgrund ihres Diplomatenstatus zu genießen.

Sowohl Mitarbeiter des Innenministerium als auch Spezialisten des Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich allem Anschein nach dann wohl doch illegal im Land aufhalten.

Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie rein gar nichts, was zu ihrer Identifikation hätte beitragen können, mit sich führten!

Aus ihrem Gepäck wurde Gold, sowie einige möglicherweise verbotene Substanzen sichergestellt. Des Weiteren ein Zettel in arabischer Schrift, der sofort an einen Übersetzer weitergeleitet wurde. Das Ergebnis lag bereits nach kurzer Zeit vor. Die Schriftzüge enthielten folgende Botschaft:

Cannabis kann Weihnachten einen Kick geben

Die Drei widersetzten sich in der Folge vehement der Festnahme!

Sie behaupteten allen Ernstes, Gott habe ihnen aufgetragen, unmittelbar nach der Übergabe der Geschenke nach Hause zurückzukehren und jeglichen Kontakt mit offiziellen Stellen tunlichst zu vermeiden.

Die von den drei mitgeführten Jungpflanzen und Räucherwaren wurden zur weiteren Klärung in die kriminaltechnische Untersuchung (KTU) abgegeben.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf Weiteres nicht bekannt gegeben. Eine schnelle Klärung der tatsächlichen Herkunft scheint aktuell nahezu unmöglich.

Auf unsere Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamtes folgendes mit: 

Der wahrscheinliche Kindsvater, Joseph H. ist etwa 35 -40 Jahre alt und nach eigenen Angaben seit 20 Jahren als Zimmermann ohne Fehl und Tadel tätig.

Die vermeintliche Kindsmutter jedoch ist definitiv noch nicht volljährig!

Wir prüfen im Augenblick zusammen mit den Behörden in N., ob und in welcher Beziehung die beiden Personen zueinander stehen.

Maria H. befindet sich zurzeit in der Städtischen Klinik zu B. Dort werden sowohl medizinische als auch sehr umfangreiche psychiatrische Untersuchungen durchgeführt.

Sie behauptet in allen bisherigen Befragungen steif und fest, sie sei noch Jungfrau! Und der Säugling stamme von Gott!

Ihr geistiger Zustand muss dann doch etwas näher unter die Lupe genommen werden. Und aufgrund der Aktenlage muss sie wohl mit einer Anklage rechnen.

In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der örtlichen Psychiatrie steht: 

Mir steht es nicht zu, Menschen zu sagen, was sie glauben sollen und was nicht! Wenn jedoch  Irrglaube dazu führt, dass, wie in diesem sehr speziellen Fall, ein Neugeborenes gefährdet wird, sind wir gezwungen Maßnahmen zu treffen!

Menschen, wie Maria H. sind zum Schutz der Allgemeinheit zwangsläufig als gefährlich einstufen!

Erschwerend kommt ja noch die Tatsache hinzu, dass wahrscheinlich auch noch Drogen oder zumindest die Einnahme verbotener Substanzen im Spiel sind!

Es ist zu vermuten, dass die ebenfalls im Stall anwesenden ausländischen Mitbürger nicht nur verbotene Substanzen mitgeführt, sondern auch verteilt haben.

Wie dem auch immer sei, trägt das Ganze nicht gerade dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mittels geeigneter Therapien in absehbarer Zeit wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können.

Zu guter Letzt erreicht unsere Redaktion dann noch folgende Information:

Die anwesenden Hirten behaupteten übereinstimmend, dass ihnen ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln auf dem Rücken befohlen hätte, den Stall aufzusuchen! Dort sollten sie das Neugeborene in gebührender Art und Weise zu seinem Geburtstag hochleben lassen.

Ein Sprecher der Drogenfahndung merkte dazu schmunzelnd lediglich an: 

Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede vollgekiffter Junkies, die ich jemals gehört habe.

Maria H., die sich derweil in Sicherungsverwahrung befindet, äußerte gegenüber einer Mitgefangenen:

„Wenn Joseph dieses merkwürdige Grünzeug geraucht hat, ist er wie gedopt und dann Cannabis (kann er bis) zu 3, 4 Mal länger nachts ununterbrochen – während sie so erzählte, strahlte sie über das ganze Gesicht und ihre Augen funkelten wie Sterne – das Neugeborene hüten. Und ich?

Ich kann mich dann ganz in Ruhe von den Strapazen erholen!

Und was ist die Moral von der Geschicht?

Cannabis kann Weihnachten einen Kick geben oder vielleicht auch nicht.

Wie auch immer Ihr Euch gerade fühlt und wo auch immer Ihr gerade seid, ich wünsche Euch von Herzen gerne eine gesunde & fröhliche Vorweihnachtszeit.

Euer „alter“ Mann

Werner Michael Heus

 

 

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