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Fußball verbindet Menschen und trägt zum Frieden bei

 

* Liebe Leserinnen, liebe Leser *

Am 11. Juni 2021 beginnt die Fußball-Europameisterschaft 2021 … hurra.

Ich selbst verbinde ja in meiner Erinnerung an die „gute, alte“ Zeit immer noch das Pfingstfest mit Fußball. 

Im Alter von fünf (5) Jahren habe ich mit dem Fußball angefangen.

Es war ein TUS, also ein Turn– und Sportverein in einem 900-Seelen-Dorf im Rheinland, etwa in der Mitte zwischen Euskirchen und Rheinbach gelegen.

Zur damaligen Zeit, also 1964, gab es noch eine gesunde Fußballrivalität zwischen den Dörfern. Bis auf einen Fußballkameraden aus einem winzigen Nachbardorf, der über ein schier unglaubliches Talent verfügte – er war damals unser „Bomber“ – kamen alle anderen Spieler aus unserem Dorf.

Wir hätten niemals einen Spieler aus einem anderen „größeren“ Dorf akzeptiert und andersherum wäre auch niemand aus einem anderen größeren Dorf gekommen!

Wir haben damals auf roter Asche gespielt und kamen oft genug mit „Reibekuchen“ (Kölner Dialekt: Rievkooche), wie wir die Hautabschürfungen an den Oberschenkeln nach Sturz auf der Asche liebevoll nannten, nach Hause.

Aber nach Säubern der Wunde war der Schmerz schnell vergessen und am nächsten Tag ging es wieder ab auf den Fußballplatz.

Mit der „Truppe“, in der ich damals anfing, spielte ich bis zu meinem 19. Lebensjahr zusammen und für ein kleines Dorf waren wir verdammt erfolgreich. Wir spielten durchweg in einer damals sogenannten Sondergruppe, die heutzutage mit der Bezirksklasse vergleichbar ist und mussten oft weite Strecke zu den Spielorten fahren.

 1964 war das Problem Nummer Eins:

Wessen Eltern oder Betreuer haben Zeit uns zu fahren?

Oftmals – und das ist in der heutigen Zeit absolut unvorstellbar, aber damals hat niemanden gestört … lach – fuhren wir als 6,7,8, und 9-jährige mit unserem Trainer zusammen zu Zehnt in einem NSU Prinz zu den Auswärtsspielen.

Denn Fußball war unser Leben, der König und so.

 

Und zu Pfingsten führte unser Dorf traditionsgemäß ein Pfingst-Turnier für die A-Jugend (16-18 Jahre alt) durch und wir hatten oft Jugendmannschaften des FC Köln, Fortuna Köln, des Bonner SC und ab und an auch von Eintracht Frankfurt zu Gast.

Und dann kam das Jahr 1974. Durch einen Zufall und aufgrund der guten Kontakte unseres Vereinsvorsitzenden hatten wir die A-Jugend von den Glasgow Rangers zu Gast … und?

Wir haben sie im Endspiel besiegt … und sind vor Stolz beinahe geplatzt.

Im Jahr darauf waren die Schotten wieder bei uns zu Gast und wir haben sie wieder im Endspiel besiegt. Es war ein sehr enges Spiel, aber es gab die Riesenüberraschung in meiner „Dorffußballer“-Karriere schlechthin.

Als Dank für die gute Betreuung, usw. luden uns die Glasgow Rangers für 5 Tage ein.

Es war unglaublich schön und die Erinnerung hat einen absoluten Ehrenplatz in meinem persönlichen Erinnerungsschatz!

Eines der wundervollsten Highlights war es, dass wir in einer Jugendherberge direkt am Loch Ness übernachteten.

Obwohl wir wussten, dass es eine Legende ist, saßen einige von uns trotzdem nachts ein paar Stunden am See und haben darauf gewartet, dass „Nessi“ auftaucht.

Der absolute Höhepunkt unter all den Höhepunkten dieser Reise war eine Trainingseinheit mit der Profi-Mannschaft der Rangers.

Fußball verbindet Völker, Fußball schweißt zusammen, Fußball wertschätzt, Fußball ist ein Beitrag für den Frieden

Fußball war, ist und bleibt für immer ein wesentlicher Teil meines Lebens.

Aus diesem Grunde habe ich meinem persönlichen Fußballfieber auch ein eigenes Gedicht gewidmet, welches ich Euch heute zum Besten geben möchte:

Und in diesem Sinne drücke ich unserer Mannschaft voll doll die Daumen, dass sie erst einmal die schwere Vorrunde übersteht.

 

Egal, ob Ihr nun Fußball mögt oder nicht, ich schwelge in meinen wunderschönen Erinnerungen an die „gute, alte“ Zeit.

Uns allen wünsche von Herzen gerne viele herrliche Sonnenstrahlen und alles Glück dieser Welt. Und wenn überhaupt Fieber, dann bitteschön ausschließlich Fußballfieber. Ole ole ole ole und so

Euer „alter“ Mann

Werner Heus

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