Wertschätzung,  Wissenswertes,  Zum Nachdenken

Internationaler Tag der Putzfrau 2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Sonntag, dem 8. November, ist:

Internationaler Tag der Putzfrau 2020

Persönlich, finde ich das Wort: Putzfrau ja nicht so besonders schön, denn es klingt für mich nicht nur irgendwie, sondern regelrecht „abwertend„.

Raumpflegerin trifft es da meines Erachtens schon eher.

In meinen vielen Jahren in der Pflege hatte ich schon beinahe Hochachtung vor den Reinigungskräften, denn gerade, wenn man als neuer Mitarbeiter in einer Pflegeeinrichtung die Arbeit aufnimmt, können diese eine äußerst wertvolle Informationsquelle sein.

Nicht nur wegen Interna über die Einrichtung als solche, sondern viel mehr auch, um wertvolle Informationen über die Bewohner zu erhalten. Oftmals öffnen sich ältere bzw. hochbetagte Menschen gegenüber der Reinigungsfachkraft viel eher bzw. geben sie eigentlich intime Dinge schneller preis als gegenüber dem Pflegepersonal.

Allzeit habe ich die Reinigungskräfte immer herzlich als „meine lieben Damen vom Fußbodenkosmetikgeschwader“ genannt! Und was war die Konsequenz?

Richtig, in lachende, fröhliche Gesichter schauen zu dürfen. 

Oft sind sie unsichtbar, oft werden sie einfach übersehen und dennoch sind sie immer da und sorgen für Frische, Hygiene und Sauberkeit.

Der Buchautorin Gesine Schulz ist es zu verdanken, dass es diesen Tag überhaupt gibt!

Angeregt durch einen Roman und ärgerlich darüber, dass es für beinahe jeden „Humbug“ einen Welttag gibt, trug sie den „Internationalen Tag der Putzfrau“ im Jahr 2004 kurzerhand selbst bei Wikipedia ein und seitdem wird er gefeiert.

Dafür spreche ich der Dame Gesine Schulz meinen vollsten Respekt aus! 

Schätzungen zufolge arbeiten ca. 3,6 Millionen Menschen als Hilfen in deutschen Haushalten, die putzen, kochen, bügeln, staubsaugen, etc.

Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) besagt, dass ein sehr hoher Anteil davon „schwarz“ arbeitet,  obwohl es durchaus Möglichkeiten gibt, Reinigungskräfte legal anzumelden.

Ein Großteil der deutschen Haushalte verzichtet jedoch immer noch darauf, und zwar nicht nur, weil der Aufwand gefürchtet wird, sondern auch weil es viele Putzkräfte so wünschen. Viele von ihnen scheuen den bürokratischen Aufwand und haben Angst vor dem Schritt in die Selbstständigkeit.

Eine legale Alternative wäre der Minijob, aber davon machen leider auch nur sehr wenige Gebrauch.

Fest steht in jedem Fall, dass es ohne die Hilfe einer Putzfee in vielen Haushalten drunter und drüber gehen würde und es gar nicht so einfach ist, jemanden zu finden, den man ohne Bedenken in der Wohnung alleine lassen kann.

Euer „alter“ Mann

Werner Heus

 

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