Bierbauch, WMH, Artikelbild
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Bier her oder ich fall um

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Ein bekanntes deutsches Volks- und Trinklied mit unbekanntem Verfasser lautet:

Bier her, Bier her, oder ich fall um, Da ist Musik drin!gilt auch für das Trend-Bier 2022

Aber welches ist das Trend-Bier 2022?

Ohne jeglichen Zweifel ist Bier eines der beliebtesten und ältesten Getränke und das weltweit! Zu Ehren des Gerstensaftes findet jedes Jahr am ersten Freitag im August der Internationale Tag des Bieres statt.

Nach Angaben des Deutschen Brauerbundes gibt es in unserem schönen Land etwa 5.000 verschiedene Biere aus mehr als 1.300 Braustätten. Einige davon werden aufgrund der diversen aktuellen weltweiten Krisen in große Schwierigkeiten geraten!

Wenn man sich diese Zahl mal auf dem Gaumen zergehen lässt, würde das bedeuten, dass man als Biertrinker rein theoretisch dreizehn (13) ein halb Jahre lang jeden Tag ein anderes Bier probieren könnte!

Jedoch, was ist denn nun das Trend-Bier 2022?

2015 lag der Pro-Kopf-Konsum von Bier in Deutschland bei etwa 106 Litern, was auf den ersten Blick viel erscheinen mag.  Jedoch ist der Bierkonsum in den vergangenen Jahren fast kontinuierlich immer weiter zurückgegangen.

Im Jahre 1980 belief sich der Pro-Kopf-Konsum noch auf etwa 145 Liter.

Das A&O bei der Herstellung von Bier sind die unterschiedliche Gärmethoden.  Im Mittelpunkt steht bei allen Methoden die Hefe.

Ist ein Bier untergärig, sinkt die Hefe nach dem Gären nach unten.

Ist ein Bier obergärig geht die Hefe erst nach oben und sinkt später nach unten

Ein weiterer Unterschied ist, dass obergärige Biere bei einer höheren Temperatur gebraut werden.

 Spontangärige Biere werden ohne Hefezusatz gebraut – die klassische Gärmethode. Bei dieser Methode wandern Hefesporen aus der Luft in das offene Gefäß und setzen so den Gärungsprozess in Gang.

Spontangärige Biere sind beispielsweise Lambic oder Kriek.

Untergärige Biere sind dagegen Pils, Exportbier oder Lagerbier.

Alt, Kölsch & Weißbier zeichnen sich durch einen obergärigen Prozess aus.

Ich selbst mag kein Bier – hin und wieder trinke ich ein Alster mit sehr viel Brauseanteil oder eine Berliner Weisse, wenn es so ganz richtig heiß ist. Aber in diesem Zusammenhang war es mir interessant herauszufinden, wie es zu dem Ausspruch: „Bierbauch“ gekommen ist und daher habe ich begonnen, das mal zu recherchieren.

Also, wie entsteht ein Bierbauch? 
Ist tatsächlich der Bierkonsumschuld?

Ist ein Bierbauch 2022 im Trend?Bier ist kein Dickmacher, denn fest steht eines ganz sicher: 
verglichen mit anderen alkoholischen Getränken ist Bier geradezu kalorienarm

0,3 Liter Gerstensaft haben durchschnittlich nur 126 Kalorien, während die gerade in dieser Zeit so beliebten fruchtigen Cocktails dagegen ganz, ganz schnell die 200-Kalorien-Grenze überschreiten

Bier an sich ist also definitiv kein Dickmacher, sondern vielmehr ein kalorienarmes und erfrischendes Getränk, ideal für heiße Sommertage. 

Auch die weit verbreitete Annahme, Bier sei so etwas, wie flüssiges Brot und habe viele Kohlenhydrate, gehört in das Reich der Märchen! Auch, wenn die Mönche im Mittelalter sich einst während der Fastenzeit sehr über ihr selbstgebrautes Bier freuten und es als eine Art Grundnahrungsmittel 
auf den Speiseplan setzten. 

Die Kalorien, die für den imposanten Bierbauch, den so mancher Mann vor sich herschleppt, müssen also anderswo herkommen. 

Britische Forscher haben deshalb die Bierbauch-Legende unter die Lupe genommen und für eine Studie die Körperdaten und Ernährungsgewohnheiten von knapp 2.000 Testpersonen ausgewertet. 

Mein Fazit von Bier her oder ich fall um 2022:

Statt direkt auf den Bierkonsum lässt sich das ungeliebte Bäuchlein auf die erhöhte Energiezufuhr zurückführen, die indirekt durch das Bier erfolgt, denn Bier ist ein Appetitanreger und macht Lust auf Deftiges. 

So endet der Biergartenbesuch meist nicht etwa mit dem letzten Schluck aus dem Maßkrug, sondern mit dem Verzehr von frischen Brezeln, einem halben Hähnchen oder gar einer deftigen Schweinehaxe. 

Für den Organismus ist die Verdauung dann, gerade bei hochsommerlichen Temperaturen, äußerst anstrengend, was bedeutet: 
Das Fettpolster des Mannes, speziell am Bauch, wächst und wächst. Unbedenklich ist der dicke Bauch nicht, denn wer vor allem inneres Bauchfett sammelt, erkrankt schneller an Herz-Kreislauf-Störungen und Diabetes. 

Frauen sind von dem Wachstum des Bauches nicht in diesem Ausmaß betroffen.

Zwar nimmt auch bei ihnen der Appetit zu, doch die Pfunde landen vor allem auf den Hüften und Oberschenkeln, was sicherlich von den betroffenen Damen auch nicht besonders toll empfunden wird.

Man sollte also mit dem Begriff Bierbauch vorsichtig umgehen, denn nicht überall wo Bier draufzustehen scheint, ist auch Bier drin. In diesem Sinne wünsche ich Euch von Herzen gerne eine wunderschöne Zeit, viel Freude am Feierabendbier und auch beim Besuch im Biergarten.

Passt bitte auf Euch auf und bleibt gesund

Prost sagt Euer „alter Mann

Werner Michael Heus

 

 

 

3 Kommentare

  • Memento Mori

    Hallo Werner, auch ich bin kein Biertrinker, aber ich habe mal meine Enkel befragt. Die haben mir etwas über Craft Beer erzählt. Da werden wühl verschiedene Hopfen- und Malzsorten kombiniert, sodass ein besonderer Geschmack entsteht. Also sind wohl auch 2022 Hopfen und Malz nicht verloren. Schönes Wochenende, bleib gesund und so

  • Hannelore

    Hallo lieber Werner,
    Das Thema ist interessant und gut erklärt.
    Ich persönlich trinke kein Bier und kein Alkohol.
    Ich habe in der Jugend ausprobiert, aber mein
    Körper hatte es nicht zugelassen. Hatte sofort Migräne.
    Schönen Abend wünsche ich Dir und schönes Wochenende.

  • Hexlein

    Hallo Werner, das hast du wieder sehr gut und verständlich erklärt.
    Ich selbst bin auch keine Biertrinkerin, höchstens mal ein Radler oder Mischgetränk.
    Schönes Wochenende wünsche!

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