Gesundheit,  Sozialkritisches,  Wertschätzung,  Wissenswertes,  Zum Nachdenken

Welttag der Kranken 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Sonntag, dem 11. Februar, ist:

Welttag der Kranken 2018

Papst Johannes Paul II. führte 1993 den Welttag der Kranken ein, welcher seitdem jährlich am Festtag: „Der Lieben Frau von Lourdes“ (11. Februar) begangen wird.

Bernadette, das einfache, sehr kranke Mädchen von Lourdes erzählt, dass die Jungfrau, die sie als „die schöne Frau“ bezeichnet, sie ganz einfach so ansah, wie man einen Mensch unvoreingenommen ansieht.

Die schlichten Worte beschreiben die ganze Fülle einer menschlichen Beziehung. Die arme, ungebildete und kranke Bernadette fühlt sich von Maria als Mensch angeschaut. Die „schöne Frau“ sprach zu ihr voller Respekt, ohne sie zu bemitleiden.

Das sollte uns daran erinnern, nein ich finde sogar mahnen, dass jeder Kranke immer eine menschliche Person ist, bleibt und als solche behandelt werden muss!

Die Kranken, wie natürlich auch oder ganz besonders die Menschen mit  teilweise schwersten Behinderungen, haben ihre unveräußerliche Würde und ihre Aufgabe im Leben! Diese dürfen nie zu bloßen „Objekten“ verkommen, selbst wenn sie manchmal als passiv erscheinen, was aber in Wirklichkeit ganz, ganz sicher nie der Fall ist.

Die Wahl dieses Datums weist auf die geistliche Nähe der Jungfrau Maria zu den Kranken hin.

Der Welttag der Kranken macht dabei auf die Situation der kranken, leidenden und behinderten Menschen in unserer Gesellschaft aufmerksam.

ext. Bild

Es wird ganz besonders an diejenigen Menschen gedacht, die den Kranken zur Seite stehen, sprich den Angehörigen, den Ärzten, dem Pflegepersonal und den vielen, vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern der diversen Organisationen und Einrichtungen im Gesundheitswesen.

Gleichzeitig ist das Fest jedoch auch Anlass, um über den Begriff Gesundheit im Detail nachzudenken und Dinge zu hinterfragen.

Wir könnten an diesem besonderen Tag der Kranken beispielweise eine kleine Kerze anzünden, denn in der heutigen Zeit, wo oft Stress, Überanstrengung und Sprachlosigkeit herrschen, würde dieses kleine Ritual, zu einem „stillen“ Zeichen für die unterschiedlichsten Lebenssituationen, so zum Beispiel:

für die Sehnsucht nach neuen Lebensperspektiven,
für Ängste und Befürchtungen,
für Hoffnung, Mut und Zuversicht,
für Wärme und Lebenskraft,
für Bitten und Dankbarkeit.

Und nicht zu guter Letzt natürlich ganz besonders für diejenigen auf unserem Planeten, die die virtuelle Welt dazu nutzen, sich über Menschen, die offen über Ihre Krankheit schreiben, um anderen Menschen Mut zu machen oder zum Beispiel zu einer seltenen Krankheit jemanden zum Erfahrungsaustausch zu finden. 

Man könnte natürlich auch diesen besonderen Tag sehr sinnvoll dazu nutzen einen Kranken zu besuchen, der naturgemäß in seiner Eigenschaft als Mensch auf Zuwendung oder ein Zeichen der Liebe wartet und mal ganz ehrlich:

wie heilsam können Begegnungen zwischen Kranken und Herzmenschen sein.
(Mentale Gesundheit!)

Allein schon durch die Begegnung von Mensch zu Mensch spüren Kranke in ihrer aktuellen Situation etwas von Liebe und Geborgenheit.

Ich lebe nach folgenden Grundsätzen:

Hilf den Schwachen, wenn Du Dich selner stark fühlst,

respektiere die „Alten“, wenn Du jung bist,

Hilf den Kranken, solange Du gesund bist!

Denn es kann der Tag in Deinem Leben kommen,

wo Du selbst alt, schwach oder sogar schwer krank bist

und vielleicht selbst Hilfe brauchst!

 Als Herzmensch bin ich auf derartige Situationen sensibilisiert, als Altenpfleger mit Helfersyndrom habe ich alle, leider von Menschen festgelegten Grenzen kennengelernt und mich über die vielen Steine gewundert, die Menschen in der Lage sind anderen in den Weg zu legen.

Als mittlerweile selbst schwer erkrankter Mensch erlebe ich nun täglich selbst die komplette Palette der Sorgen und Nöte, welche damit einhergehen, wie z.B.: einen Grad der Behinderung zu bekommen oder die Erwerbsunfähigkeitsrente.

Ich wünsche Euch von Herzen gerne so gesund, wie möglich zu sein, zu bleiben und das stets zu schätzen, aber auch eine Auge und hilfreiche Hände für kranken Menschen zu haben.

Hochachtungsvoll

Werner

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.