Gesundheit,  Sozialkritisches,  Wertschätzung,  Wissenswertes,  Zum Nachdenken

Welt-Lepra-Tag 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Sonntag, dem 28. Januar, ist:

Welt-Lepra-Tag 2018

Für mich persönlich las es sich erschreckend, dass es in unserem Zeitalter überhaupt noch Lepra gibt und nicht nur das:

die Zahlen an Neuerkrankungen sind steigend!

Mehr als 220.000 waren es im Jahr 2016, mindestens 6.000 mehr als im Vorjahr.

Positiv anzumerken ist jedoch, dass aufgrund guter medizinischer Erfolge alleine die Zahl erkrankten Kinder um 3 Prozent auf 18.200 zurückgegangen ist und die Zahl sichtbarer Behinderungen, die bereits während der Diagnose aufkamen, sogar um fast 9 Prozent auf „nur“ noch 12.800 Erkrankte.

Diese Werte beruhen auf die weltweit hervorragende Lepra-Kontrollarbeit.

Erschreckend ist auch die Anzahl an Menschen, die nach einer erfolgreichen Therapie dann letztendlich doch durch die Spätfolgen der früheren Lepra-Erkrankung Behinderungen erleiden.

Weltweit sind davon rund vier Millionen Menschen betroffen.

Bei Reihenuntersuchungen wurden alleine in Indien im Rahmen der Polio-Impfungen mehr als 30.000 neue Lepra-Erkrankungen festgestellt und ohne die Diagnose wäre die Krankheit wohl erst nach ihrem Ausbruch festgestellt worden, was dann in der Folge wiederum zu einer stark erhöhten Ansteckungsgefahr für andere Menschen geführt hätte.

Das zeigt deutlich, dass noch viel mehr unternommen werden muss, um die Lepra endgültig zu besiegen. Eine Impfung zur Heilung der Krankheit wäre ein großer Schritt auf diesem Weg, jedoch die hohen Kosten für die Erforschung einer derartigen Impfung sind kaum zu finanzieren.

Prophylaxe, wie beispielsweise ein vorbeugendes Medikament, welches die Ansteckungsgefahr verhindern oder zumindest verringern könnte, ist laut Auskunft der Fachleute weniger kostenintensiv und daher leichter umzusetzen.

Die DEUTSCHE LEPRA- UND TUBERKULOSEHILFE E.V. (DAHW) erforscht seit geraumer Zeit in Tansania eine mögliche Prophylaxe und weitere Teams erforschen das gleiche Mittel in anderen Ländern.

Wenn alles planmäßig verlaufen sollte, werden wir im Laufe diesen Jahres wissen, ob dieses Mittel erfolgreich eingesetzt werden kann, was ein weiterer Meilenstein in der Geschichte dieser Erkrankung sein würde. 

Wem das Schicksal von Lepra betroffener Menschen am Herzen liegt, ist bei der DAHW jederzeit willkommen, denn es wird Hilfe gebraucht, ob als Spende oder als ehrenamtliches Engagement mit dem klaren Ziel, dass weniger Menschen an Lepra und deren Folgen leiden müssen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne möglichst den Gesundheitszustand in einem erträglichen Maß halten zu können und einen erholsamen Wintertag.

Werner 

P.S.:

Lasst Euch bitte nicht von solchen falschen Informationen blenden!:

Mahatma Gandhi wurde am 30. Januar 1948 in Neu-Delhi ermordet

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.