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Menschen mit psychischen Erkrankungen brauchen gezielte Hilfe

Liebe Leserinnen und Leser,

ergänzend zu meinem Artikel zum gestrigen Tag der Seelischen Gesundheit berichte ich heute von meiner privaten Erfahrung.

Ich weiß ganz genau wovon ich schreibe, denn ich habe viele Jahre in „Geschlossenen Abteilungen“ von Altenheimen und in Kliniken gearbeitet!

Aber es ist schon eine riesiger Unterschied, ob man in einer Einrichtung oder Klinik täglich ein paar Stunden Dienst mit gut eingestellten Patienten verrichtet oder ob man über einen Zeitraum X tagaus tagein 24 Stunden an der Seite eines solchen Menschen verbringt und dieser nicht bereit sich ärztliche Hilfe zu holen!

In diesem speziellen Fall erkannte ich den Umfang und die Auswirkungen der Erkrankung nicht oder anders und ehrlich gesagt, wollte ich es einfach nicht wirklich wahr haben und dachte, ich wäre stark genug!

Einige werden sich nun fragen:

Woran erkennt man Menschen mit schweren Depressionen, Bipolaren Störungen bis hin zur Schizophrenie?

Die nachfolgende Grafik soll ein bisschen Licht in die Sache bringen: 

Bei bestimmten psychischen Erkrankungen einhergehend mit völliger Uneinsichtigkeit der erkrankten Person sich einem Arzt zu öffnen und gezielte Hilfe zu suchen, glaubt mir bitte, kann man noch soviel Herzblut und Liebe aufbringen, es wird unter dem Strich nichts bringen.

Bei dem mit Abstand härtesten Fall, den ich privat über Jahre versucht habe mit all meiner Kraft und ganz, ganz viel Liebe in den Griff zu bekommen, bin ich selbst systematisch zerbrochen und verdanke es meinen Kindern und meinem phantastischen Hausarzt im letzten Moment noch die Kurve gekriegt zu haben!

Der Mensch, dem ich gedachte zu helfen, hat folgende manischen Symptome:

weit überhöhte Aktivität, die sich darin äußerte, dass die Person vom Aufstehen bis zum Zu-Bett-gehen nahezu ununterbrochen im Netz hängt und dort mit ihren Freunden schreibt, selbst während des Fernsehschauens, im Durchschnitt mindestens 17 Stunden täglich

unangemessen gehobene und gereizte Stimmung herrschte beinahe tagaus tagein, denn wehe man störte diese Person während ihrer Internetaktivitäten, dann gab es nicht nur „böse“ Blicke

geringes Schlafbedürfnis, dieses lag bei etwa 2-4 Stunden mit dutzenden Unterbrechungen durch Rauchen, Fernsehen und Kaffee trinken

mehr Geldausgaben durch ständige Einkäufe per Internet – es verging beinahe kein Tag, wo nicht von Ebay oder Amazon Pakete eintrafen! Und auch über die Verhältnisse.

Das Schlimmste war jedoch, dass selbst die Liebe zu den eigenen Kindern meist teuer erkauft werden musste!

hektische Betriebsamkeit entstand immer dann, wenn etwas nicht nach der Nase der Person lief oder Besuch anstand, dann artete es bereits am Vortag in einen wahren Putzwahn aus und das peinlichste war, das mit den Aufräumungsarbeiten bereits begonnen wurde, sprich z.B.: Krümel aufsammeln, während sich die Gäste im Flur noch die Schuhe zubanden!

Sprunghaftigkeit äußerte sich darin, das es niemals ein Gespräch zu nur einem Thema gab und das auch nur annähernd abgehandelt wurde, denn entweder wurden neue Themen, teils aus völlig anderen Themengebieten angeschnitten oder es gab gerade dringend etwas zu tun, was aber überhaupt nicht notwendig war!

Unruhe war 24 Std. rund um die Uhr da, denn mal eine Weile ruhig auf einem Fleck sitzen? … unmöglich. Die Finger waren selbst in gedachten Ruhephasen in Bewegung, entweder wurde an oder mit den Fingern „herum gefummelt“ oder im Gesicht oder beides. In der Nacht gab es auch keine Ruhe, denn es gab ständig Wachphasen mit hin und her laufen, Toilette/Zigarette, etc.

Rasende Gedanken und Assoziationen äußerten sich Überforderung in jeglichen einfachen Situationen, wie Gesprächen, die ständig den gleichen Inhalt hatten, aber nie verstanden wurden, weil die Gedanken gerade wieder woanders waren und noch schlimmer war es, wenn man in das Gesicht schaute und dort „lesen“ konnte, dass man gerade mit einer Person aus dem Vorleben verglichen wurde und Körperbewegungen oder das bloße Heben einer Hand „irgend etwas“ mal in der Vergangenheit Erlebtes wieder hervorrief und dann pauschal in die aktuelle Situation projiziert wurde.

Und dieser Mensch hat zudem folgende depressiven Symptome:

wenig Aktivität war Tagesordnung, denn neben dem Rumhängen im Internet, waren die einzigen Bewegungen der Gang zur Kaffeekanne (täglich wurden 2 bis 3 Liter Kaffee konsumiert!) und zum Rauchen (etwa 30-40 Zigaretten täglich!), aber mal spazieren…nie, es sei denn es ging um Einkäufe oder gelegentlich zu einem Flohmarkt, aber da kann man ja auch etwas kaufen!

stark niedergedrückte Stimmung herrschte ständig vor, denn sobald es zu einer Konfrontation mit was auch immer kam, egal ob ein Anruf oder persönlicher Kontakt, dann wurde irgend etwas „Böses“ vermutet und Schuld waren eh immer die anderen. Sobald die Stimmung etwas besser wurde, erfolgte ein Anruf bei einer Familienangehörigen, die ständig im gesamten Familienverband für Unruhe sorgt und schon konnte man sich wieder gemeinsam über etwas aufregen und es wurden tagtäglich die gleichen Themen angeschnitten und immer war es das Gleiche hinterher, stark niedergedrückte Stimmung

Grübelneigung war auch vorherrschenden Zustand, sodass nur selten Gespräche zustande kamen, denn man konnte fast ständig den Kopf „rauchen“ sehen und wehe man versuchte dann ein Gespräch! Entweder wurde man überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder wenn, dann wurde zugegeben, dass man gerade in Gedanken war, was aber nichts „schlimmes“ bedeuten würde. Aber man konnte auf der Stirn klipp und klar lesen, dass es tiefgreifende Gedanken waren, welche dieser Mensch aber nicht zu teilen in der Lage war! Dieses nicht mit dem anderen sprechen wollen, wurde damit abgetan, dass diese Person (50+ alt) nie im Leben „sprechen“ gelernt habe!

Erschwerend kamen Suizidgedanken hinzu, die sich in dem Wunsch äußerten dem verstorbenen Ehemann in den Himmel folgen zu wollen. In Folge von Alkoholkonsum wollte die Person auf ein nahegelegenes Hochhaus, um ….

Ich tat alles in meiner Macht und Erfahrung stehende, um das Gefühl der grundsätzlichen Wertlosigkeit durch ehrlich gemeinte Komplimente und Gesten in positive Gedanken umzukehren, jedoch immer, wenn ich dachte es ginge entscheidend vorwärts, dann wurde das, was ich über Wochen oder Monate aufgebaut hatte, umgeschmissen und ging zurück bis in die „Steinzeitzeit“ getreu dem Motto: 2 Schritte vor und 5 zurück!

Obwohl zeitweise das Bewusstsein vorhanden war, dass diese Person ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müsse, kam es jedoch nie dazu.

Somit war ich ganz auf mich alleine gestellt, denn selbst die allernächsten Familienangehörigen bissen bei dieser Person auf „Granit“! 

Solltet Ihr, liebe Leser, jemals im Leben an eine derartige Person geraten, so kann ich Euch nur von Herzen gerne empfehlen, die Finger davon zu lassen, denn es wird immer ein schlechtes Ende haben, wenn keine Einsicht besteht und jegliche Hilfe in den Wind geschlagen wird.

Passt bitte auf Euch auf!

Werner  

 

Ein Kommentar

  • Rosenliebe

    Du solltest Dich schämen !!!!! Der Phychopat bist eindeutig Du hier .
    Wer sonst tritt privates im Netz breit und dann nur Lügen , du Münchhausen mit großem Geltungsbedürfnis . Freue Dich auf meine Antwort und auf Nachricht von meinem Anwalt . Nun bin ich dran , verlass Dch drauf !!!
    Du bist der Jappykranke mit 17 Stunden im Net , selbternannter Jappygott.
    An Frieden ist ja mit Dir nicht zu denken . Du wirst beherrscht von Selbstherrlichkeit und Größenwahn . Nur Du machst immer alles richtig , dabei machst Du deine Umgebung krank . Mit mir ist alles in Ordnung . Ich war ein fröhlicher Mensch , bist Du mir über den Weg gelaufen bist….

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