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Gedenktag für die Opfer chemischer Waffen 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

heute, am 29. April 2017, ist:

Gedenktag für die Opfer chemischer Waffen 2017
Dieser Gedenktag erinnert an die Opfer des Einsatzes äußerst verheerender chemischer Waffen und soll die Verurteilung chemischer Massenvernichtungswaffen bestätigen.    
Angesichts der jüngsten Ereignisse – Einsatz chemischer Kampfstoffe in Syrien mit über 80 getöteten Menschen am 4. April diesen Jahres beim Giftgasangriff im syrischen Chan Scheichun hat dieses äußerst düstere Kapitel in der Geschichte der Kriegsführung Nährboden für brisante politische Diskussionen geliefert.

Diesen Menschen wurde die Luft zum Atmen durch eine chemische Waffe genommen, die weltweit geächtet und schwarz gelistet ist! Unter den Getöteten befinden sich 20 Kinder und 18 Frauen.

Als Zeitsoldat (12 Jahre) und mit dem Umgang vieler Munitionsarten bestens vertraut, fehlen mir ehrlich geschrieben fast die Worte, da mir die verheerende Wirkung von Nervengasen, wie Sarin, bewusst ist und ich mich nur allzu ungerne erinnere, wie sehr ich es beinahe „gehasst“ habe, wenn wir „nur“ im Rahmen der ABC-Abwehr-Ausbildung zur Dichtigkeitsprüfung unserer ABC-Abwehr-Schutzmasken antreten mussten und diese Menschen waren dem Ganzen völlig schutzlos ausgeliefert.
 
 Vor genau 20 Jahren, am 29. April 1997, ist das in Genf 1992 unterzeichnete

„Übereinkommen über das Verbot der Entwicklung, Herstellung, Lagerung und des Einsatzes chemischer Waffen und über die Vernichtung solcher Waffen“

in Kraft getreten, welches besagt, daß bei Verstößen gegen diese Konvention die Organisation für das Verbot chemischer Waffen nun zum Einen die UN-Generalversammlung und zum Anderen auch den UN-Sicherheitsrat einschalten darf. Welche Konsequenzen das nach sich zieht und welche Maßnahmen daraus erwachsen können, vermag ich nicht zu sagen, jedoch liest es sich erstmal äußerst positiv.

In meinen Augen ist es schon recht „seltsam“, wie die USA lauthals vorpreschen zu „mutmaßen“, dass Assad für diese Chemiewaffenattacke verantwortlich ist, selbst, wenn die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, aber mir wäre wohler zumute, wenn die wahren Schuldigen herausgefunden und konsequent rechtlich zur Verantwortung gezogen würden. Das Strafmaß müßte ganz hoch angesiedelt werden.

Völlig selbstkritisch möchte ich hier anmerken, daß alle Bürger sich einerseits ein paar Fragen stellen:

wer hat diese Giftsubstanzen geliefert?

wer hat die Waffen hergestellt? und

wer hat sie eingesetzt?
und andererseits sollte jedem Bürger unseres Landes bewusst sein, dass solange es in unserem Land Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie gibt, wir direkte Mitschuld an Kriegshandlungen und auch beim Töten von Menschen tragen!
Werner

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