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Wann ist man eigentlich als Mensch reif?

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Zu meinem Geburtstag am 10. April habe ich mir einige Gedanken gemacht, wie es so ist mit dem „älter werden“.

Ist es nur ein biologischer Prozess oder steckt viel, viel mehr dahinter?

Wir wachsen nur am Leben selbst, unabhängig vom Alter, aber aus irgendeinem Grund kommen wir alle mal an einen Punkt im Leben, an dem wir aufhören sollten, Dinge erzwingen zu wollen, die ganz einfach nicht sein sollen.

Man hört auf sich mit Menschen und Situationen abzufinden, man akzeptierst still, was um einen herum geschieht. 

Wesentlich wichtiger ist es jedoch aufzuhören, Menschen ins Leben zu lassen, die einen abwürgen und ausbremsen.

Wenn man den Punkt endlich erreicht hat, Menschen ablehnen zu können, die man erst überreden musste oder sogar auf den Knien vor ihnen rum rutschen, dass sie bei einem bleiben, dann ist man stark gereift und hat gelernt, dass alles was erzwungen werden muss, nur von kurzer Dauer ist.

Man hat aber vor allem gelernt, dass jeder der unsere Selbstachtung und unsere Wertschätzung mit Füßen tritt, nie jemand sein kann und wird, der das beste für uns will!

 

 

Ich selbst bin überall dafür bekannt, dass ich nett bin, nein sicher viel zu gut bin.

Ich denke, ich bin so, weil ich immer versucht habe, die Leere, die ich manchmal in mir trage mit dem Hilferufen anderer Menschen zu füllen. Ich kann Leere im leben nicht ausstehen und habe mein „Hilfesyndrom“ gelebt.

Ich bin der Mensch, der immer wieder versucht alles zu vergeben und immer zuvorkommend zu sein, nur um die Menschen in meinem Leben zu halten oder um einfach nur mit Menschen im Frieden zu bleiben, die mich verletzten.

Es mag „dumm“ klingen, aber so bin ich nun mal.

Mein Wunsch ist es immer, dass die Dinge im guten Enden.

 

 

Ich hatte oft in meinem Leben Angst zu verlieren.

Freunde zu verlieren, Ex-Partner zu verlieren, Familienmitglieder zu verlieren oder irgend jemanden, den ich mag zu verlieren.

Dabei habe ich den Verlust immer mit eigenen Versagen erklärt, obwohl ich alles, aber auch alles getan habe, um den anderen gerecht zu werden und habe dabei sogar mein eigenes Recht auf ein würdevolles Leben hinten angestellt und in Phasen, wo ich aufgrund Undank, der leider tatsächlich aller Welt Lohn zu sein scheint, enttäuscht war, still in mich hinein geweint.

Ich redete mir eine Zeit lang ein, dass ich nicht genug wäre, dass man mich vielleicht nicht lieben könnte oder das ich halt ganz einfach zu vergessen wäre, getreu dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn!

Ich habe immer alles getan, um dieses Gefühl zu vermeiden, weil es meine größte Angst war.

Natürlich möchte ich, wie jeder Mensch, geliebt werden und in Erinnerung bleiben.

Bis ich dann sehr, sehr schmerzlich feststellen musste, dass das Festhalten an bestimmten Menschen aus Angst vor Verlust noch viel, viel mehr wehtut, als sie ganz einfach los zu lassen.

 

 

Festhalten an Menschen, die einen nicht lieben und erst Recht nicht ansatzweise respektieren,

ist das perfekte Rezept um sich selbst zu zerstören.

Als ich dann irgendwann endlich die Kraft zum Loslassen Dingen gelernt habe, lernte ich auch, dass es nie um Quantität geht, sondern nur die Qualität der Menschen um einen herum und deren innere Werte geht!

Auf den Punkt gebracht, möchte ich zusammenfassend bemerken:

Meiner Meinung nach hat reif sein hat nichts mit Alter zu tun!

Reif sein bedeutet endlich aufzuwachen, seine eigene Träume zu leben und dazu Menschen loszulassen die unsere Gefühle verletzen und uns respektlos behandeln.

Falsche Freunde, die einen belügen, verraten und missbrauchen, um ihren eigenen Wert zu erhöhen, braucht niemand in seinem Umfeld.

Reif sein bedeutet:

Das Leben mit Menschen zu teilen, die unser Herz und unsere Gefühle achten, die mit uns lachen, aber auch in traurigen Momenten bei uns sind, die sich freuen, wenn wir glücklich sind, diese Menschen faszinieren mich ganz besonders!

Menschen, die stark genug sind, sich so zu zeigen, wie sie wirklich sind.

Ich nenne sie wahre Freunde und bin stolz solche Menschen in meinem privaten, wie auch in meinem virtuellen Umfeld zu haben.

Werner

Ein Kommentar

  • Scarlett

    Genau so halte ich es auch lieber Werner,ich habe los gelassen..und mich von Menschen getrennt die mir nicht gut taten.Andere die man leider nicht ganz von sich stoßen kann,da sie Familie sind..gehe ich aus dem Weg…ich halte mir negative ,verbitterte Menschen vom Hals..und siehe da mir geht es besser..jeden Tag ein bisschen mehr…Toll deine Seiten und Berichte..bleib wie du bist…

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