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Respekt, was alles in einer Mutter steckt

 

 * Liebe Leserinnen, liebe Leser *

Nun geht es ja mit Riesenschritten auf einen Tag zu, der jährlich diverse Wirtschaftszweige ordentlich ankurbelt und für ein sattes Plus auf der Habenseite in vielen Bilanzen sorgt, denn …

am Sonntag, dem 09. Mai 2021 findet weltweit der Muttertag statt.

Wie bereits seit mehr als 100 Jahren wird dieser besondere Tag immer wiederkehrend am zweiten Sonntag im Monat Mai begangen.

Da ich ganz allgemein „den Dingen immer ganz gerne auf den Grund gehe“, habe ich mal ein wenig recherchiert.

Bereits bei den alten Griechen wurde eine Art der Mutterkult gepflegt. Nachgewiesen sind Verehrungsrituale für eine Göttin namens Rhea im antiken Hellas und auch vergleichbare Kulte im alten Rom.

Und im 13. Jahrhundert feierte man in England den sogenannten „mothering sunday“.

Tja, und wen wundert es? Wie viele andere besondere Tage wurde auch der Muttertag offiziell zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten von Amerika gefeiert. 

Als Begründerin des Muttertages, wie er heutzutage begangen wird, gilt eine Dame namens
Anna Jarvis.
Diese Anna Jarvis war eine in den den Staaten bekannte Aktivistin, die sich vehement für eine besondere Würdigung der Mütter einsetzte.
Immer und immer wieder schrieb sie Briefe an diverse Zeitungen und namhafte Politiker.
Am 9. Mai 1907 anlässlich des zweiten Todestages ihrer Mutter Ann Jarvis, brachte Anna mit 500 weißen Nelken die Liebe zu ihrer Mutter zum Ausdruck, indem sie diese Nelken vor der Kirche an andere Mütter verteilte.
Im Jahr 1908 wurde das unermüdliche Engagement von Anna Jarvis endlich belohnt, denn in  derselben Kirche wurde den Müttern erstmals eine Andacht gewidmet.
1914 wurde der Muttertag in allen Staaten der USA anerkannt, aber die Freude von Anna Jarvis währte nicht besonders lange. Die Würdigung der Mütter wurde ganz schnell zu einem sehr gewinnträchtigen Geschäftsmodell für die Blumen-, Süßigkeiten- und die Grußkartenindustrie.
Und diese Geschäftsmodelle waren letztendlich auch der Grund, dass sich der Muttertag weltweit ausbreitete und so auch bis zu uns kam.
In Deutschland wird der Muttertag seit 1922 gefeiert, jedoch ursprünglich als
Tag der Blumenwünsche.
In Zeiten des Nationalsozialismus wurden besonders kinderreiche Mütter als Heldinnen des Volkes gefeiert.
Im Jahr 1933 wurde der Muttertag zum öffentlichen Feiertag erklärt.
Am 3. Maisonntag des Jahres 1934 wurde er dann erstmals als
„Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“
mit der Einführung des Reichsmütterdienstes begangen.
1938 wurde dann noch zusätzlich das
Ehrenkreuz der Deutschen Mutter
eingeführt.
Dieses wurde zum Muttertag am 21. Mai 1939 auch erstmals verliehen.
Den Muttertag, so wie er heutzutage, also mit Blumen, Pralinen und/oder diversen anderen Geschenken gefeiert wird, gibt es nunmehr seit rund 80 Jahren.
Übrigens zählt der Muttertag in Deutschland nicht zu den gesetzlichen Feiertagen!

Es ist für mich persönlich nun doch schon ziemlich erstaunlich, wie viele Menschen beiderlei Geschlechts meinen, dass Hausfrau und Mutter sein eine „Sache“ sei, die Frau „mit links und 40 Fieber“ mal eben so nebenbei erledigt.

In dem nachfolgenden Gedicht habe ich versucht meine ehrlich gemeinte Wertschätzung gegenüber allen Müttern dieser Welt zum Ausdruck zu bringen.

Und die nachfolgende aus dem Leben gegriffene Geschichte bringt die enorme Wichtigkeit der Tätigkeiten einer Hausfrau und Mutter auf den Punkt:

An einem späten Nachmittag im Mai eines Jahres X kommt der Herr Gemahl von der Arbeit nach Hause und findet das totale Chaos vor.

Die Kinder sind noch im Schlafanzug und spielen im Vorgarten vergnügt im Matsch.

Überall im Gras verstreut liegen leere Verpackungen diverser Lebensmittel und Süßigkeiten.

Die Türen am Auto der Hausherrin stehen offen, ebenso ist auch die Haustür sperrangelweit auf und der Hund der Familie ist nirgendwo zu sehen.

Als der Mann den Flur betritt, sieht er, dass eine Lampe umgefallen ist und der Läufer zusammengeknüllt an der Wand liegt. Im Wohnzimmer schreit der Fernseher überlaut vor sich her und im Esszimmer liegen überall Spielzeug und Klamotten verstreut.

In der Küche stapelt sich das Geschirr in der Spüle, die Reste vom Frühstück stehen noch auf dem Tisch, Hundefutter liegt auf dem Boden verstreut herum, ein zerbrochenes Glas unter dem Tisch und an der Terrassentür liegt ein Haufen Sand.

Der Herr des Hauses eilt die Treppe hoch, um seine Frau zu suchen.

Auf dem Weg muss er dabei über Spielzeug und weitere Haufen zerwühlter Klamotten steigen. Als er am Badezimmer vorbeikommt, läuft ihm Wasser entgegen.

Und als er das Bad betritt, sieht er einen Haufen nasse Handtücher, Seife und Spielzeug auf dem Boden. Vor der Toilette liegt abgerolltes Toilettenpapier, Zahnpasta ist über den Spiegel und einen Teil der Wand verschmiert.

Er rast ins Schlafzimmer, findet seine Frau dort im Bett liegend und ein Buch lesend.

Sie sieht ihn lächelnd an und fragt, wie sein Tag gewesen ist.

Er schaut sie verwirrt an und fragt:

Was ist denn heute hier passiert?”

Sie lächelt wieder und antwortet:

“Jeden Tag, wenn Du nach Hause kommst, fragst Du doch immer,

was ich um Himmels willen den ganzen Tag gemacht habe.”

“Ja, und?”, fragt er entsetzt.

Und sie antwortet schmunzelnd:

Heute habe ich mal nichts gemacht!”

Ich denke diese Geschichte macht ziemlich eindrucksvoll klar, dass Hausfrau und Mutter ein absoluter Fulltime-Job sein kann.

Unter dem Hashtag: #Kopfkino habe ich mir gerade zum x-ten Male das erstaunte Gesicht des Mannes aus dieser Geschichte vorgestellt.

Den Hausfrauen und Müttern mit ihren vielen, vielen Aufgaben und den diversen Rollen, die sie alles in allem ausfüllen,

zolle ich meinen vollsten Respekt.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen harmonischen Sonntag mit vielen glücklichen Momenten

Euer „alter“ Mann

Werner Heus

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